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Vector Space Systems führt zweiten erfolgreichen Teststart durch

Vector Space Systems hat heute am 3. Oktober um 18:25 Uhr den zweiten Teststart durchgeführt. Diesmal gelang der Start, wie geplant. Dabei startete die Rakete vom Camden Spaceport in Geogia. Dies ist heute der erste Raketenstart vom Camden Spaceport seit 1965. Der Camden Spaceport in Geogia liegt nur etwa 300 km nördlich vom Kennedy Space Center in Florida wo SpaceX ihre Falcon Raketen starten.

Die Rakete erreichte etwa eine Flughöhe wie geplant von 3 km, nach dem beim letzten Teststart eine höhe von nur 1340 Metern erreicht worden war.

Vector 0.002 Nach dem Start

Vector 0.002 Nach dem Start Quelle: Vector Space Systems Twitter

Der Prototyp hatte nur 1 Triebwerk in der ersten Stufe, die Finale Version soll 3 Triebwerke nutzen. Außerdem war das Triebwerk starr eingebaut. Später werden die Triebwerke Schwenkbar ausgeführt sein, um darüber steuern zu können. Durch diese Vereinfachungen konnte jetzt schon die erste stufe in einer Rakete als ganzes getestet werden. Auch wurde ein Motorinjektor getestet, welcher im 3D Druckverfahren hergestellt worden war.

Bis die Vector-R aber kommerziell kleine Satelliten starten soll, soll sie 6 Teststarts durchführen.

Ab nächstem Jahr so hofft man will Vector Space Systems vom Camden Spaceport kommerzielle Sattelitenstarts durchführen und kleine Satelliten in die Erdumlaufbahn befördern. Dabei erwartet Vector auf einem großen, schnell wachsenden Markt zu treffen. Die Raketen von Vector sollen 2-3 Millionen Dollar pro Start kosten. Starts will man in einigen Jahren hundert pro Jahr Duchführen.

Der Markt führ die kleinen Satelliten gehört zu den am schnellsten wachsenden Segmenten in der Raumfahrt so berichtete Space Intel Report noch vor einigen Tagen das dieses Jahr 50 Micro Satelliten nicht starten können, da keine passende Rakete zur verfügung steht.

Vector Space Systems plant am 3. August den zweiten Teststart

Vector Space Systems hat bekanntgegeben, dass man am 3. August den zweiten Teststart durchführen will. Für die junge Firma aus Tucson, Arizona ist es bereits ihr zweiter Teststart. Der letzte Teststart mit einem Prototyp der Vector R Rakete ging noch schief. Diesmal hofft man den Weltraum, vom Camden Weltraumbahnhof in Georgia, aus erreichen zu können. Dazu wird Vector Space Systems einem neuen Prototyp mit der Versionsnummer 0.002 einsetzen. Wenn der Flug erfolgreich wird, will man anfangen Kleinstsatelliten mit einem maximalen Gewicht von 66 kg mit der Rakete zu starten. Oftmals werden die Satelliten genormte Cubesats sein. So ist der Start von mehrere Cubesats auf einmal möglich.

Vector R (Rapid) Rakete und Prototyp

Vector R (Rapid) Rakete und Prototyp Quelle Vector Space Systems

Camden Spaceport

Der Camden Spaceport hofft darauf, dass es jetzt die erste Rakete bis in den Weltraum schafft nachdem hier schon Firefly Aerospace und XCOR Aerospace aktiv waren, aber gescheitert sind. Vorher hat die NASA am Camden Spaceport Triebwerkstest durchgeführt. Nachdem Vector Space System aber in den letzten Monaten über 20 Millionen US-Dollar an Investoren Gelder eintreiben konnte, sollte es diesmal am Geld nicht Scheitern.

Electron Rakete erster Teststart erfolgt

Heute am 25. Mai 2017 hat Rocket Lab aus Neuseeland zum ersten Mal die Electron Rakete von ihrem privaten Startplatz, von der Mahia Halbinsel, auf der Südinsel Neuseelands in den Weltraum geschickt. Ein Orbit wurde jedoch nicht erreicht. Die Electron Rakete, ist mit 150 kg Nutzlast die kleinste Rakete, die am kommerziellen Trägermarkt derzeit verfügbar ist. Noch kleinere Raketen sind zwar geplant, existieren derzeit aber nur auf dem Papier.

Electron Rakete bei der Vorbereitung zum heutigen Testflug

Die Electron Rakete bei der Vorbereitung zum Testflug Quelle: Rocket Lab Facebook

Der heutige Teststart, trug noch keine Nutzlast in den Weltraum. Passend dazu verwendete Rocket Lab auf Twitter wo “live” gepostet wurde den Hashtag #Itsatest.

Die Electron Rakete startete, warf die erste Stufe ab und zündete kurz darauf die zweite Stufe. Danach wurde noch die Nutzlastverkleidung abgetrennt. Wann danach die Electron Rakete jedoch versagte ,warum ist derzeit noch nicht mitgeteilt worden.

Cygnus OA-7 auf Atlas 5 in 3D gestartet

Der Cygnus Raumfrachter OA-7 ist heute mit Fracht für die ISS gestartet. Dabei wurde zum ersten Mal in der Raumfahrt ein Raketenstart live in 3D übertragen.

Die Cygnus Kapsel befördert 3000 Kg Versorgungsgüter und Wissentschaftliche Experimente zu ISS. Darunter befinden sich auch 38 Cube Sats von denen 4 direkt von der Cygnus Kapsel getrennt werden. Die Restlichen 34 werden mit zur ISS gebracht und dann von der ISS au ausgesetzt. Mehr zu Nutzlast können sie hier auf Englisch lesen.

Dies wahr der letzte Start einer Cygnus Kapsel auf einer Atlas 5. Die Nächsten werden wieder auf einer Antares Rakete starten. Seit dem letzten gescheiterten Start einer Antares Rakete hat Orbital ATK große Änderungen vorgenommen. Die Triebwerke wurden durch neuere  ersetzt.

Die Electron Rakete: Ein Sieg der Microlauncher in der Raumfahrt

Die Electron Rakete, ist eine Rakete, für eine Nutzlast von 150 Kg in einen etwa 500 Km hohen, niedriegen Erdorbit. Die Rakete wird in Kalifornien von Rocket Lab gebaut und soll von der Mahia Halbinsel in Neuseeland starten. Später ist eventuell noch eine zweite Startrampe in den USA, am Spaceport Amerika geplant. Diese Nutzlastklasse, wird derzeit noch von keiner, auf dem Kommerziell Markt, verfügbaren Rakete angeboten. Wofür braucht Rocket Lab dann die Electron Rakete? Wer soll sie kaufen und wofür?

Von der Mahia Halbinsel soll die Electron Rakete Starten

Mahia launch Site, hier soll die Electron Rakete starten. Quelle: Rocket Lab Ltd.

Wie sieht der Markt für die Electron Rakete aus?

Die Electron Rakete soll mehrere kleine Satelliten mit einem Gewicht von einigen Kilogramm in den Niedrigen Erdorbit transportieren oder einem Satelliten bis 150 Kg. Diese Satelliten werden derzeit noch bei großen Satelliten, als sogenannte Sekundäre Nutzlast mitgenommen. Der Markt wächst derzeit schnell und schon bald reichen die Sekundären Startplätze der Satelliten nicht mehr aus.

Electron Rakete mit CEO Peter Beck

Electron Rakete mit Sicht auf die Triebwerke und CEO Peter Beck Quelle: Rocket Lab

Gibt es weitere Vorteile der kleineren Electron Rakete?

Heute fliegen kleine Satelliten häufig als Sekundäre Nutzlast. Das heißt der Betreiber der kleinen Satelliten kann sich den Orbit nicht aussuchen, sondern muss auswählen, aus dem was angeboten wird. Rocket Lab will jetzt Bahnen anfliegen die von den kleinen Satelliten häufig genutzt werden sollen. So kann die Electron Rakete den Orbit ganz nach der Vorstellung der Kleinsatelliten Betreiber auswählen und so Optimale Betriebsparameter bieten.

Was ist an den Triebwerken der Electron Rakete besonders?

Die Electron Rakete ist keine Rakete wie jede andere. Ihre 9 Rutherford Triebwerke besitzen elektrische Treibstoffpumpen. Dafür besitzen sie jeweils eine 16 Kg schwere Batterie. Dadurch besitzen die Triebwerke einen sehr guten Wirkungsgrad. Ein weiterer Vorteil ist die Einfachheit von einem elektrischen Pumpensystem im Vergleich zu einem System wo ein Teil des Treibstoffs Verbrannt wird. Es gibt aber auch Nachteile. Wegen der schweren Batterie führt die Bauweise zu einem schlechten Schub zu Masse Verhältnis. In der Oberstufe wird ein Rutherford Triebwerk eingesetzt. Da das Triebwerk länger läuft wiegt die Batterie etwa 40 Kg. Ein Großteil der für das Triebwerk benötigtem Komponenten entsteht in einem 3D Drucker. Dadurch werden Kosten gespart.

Was ist an der Electron Rakete sonst noch außergewönlich?

Die Electron Rakete ist einer, der Erste Träger, der Tanks aus Faserverbundwerkstoffen einsetzt. Dies bedeutet eine weitere Gewichtsreduktion im Vergleich zu konvetionell gefertigten Tanks, aus zum Beispiel Aluminium. Dadurch kann die Electron Rakete, im Vergleich zu einem konventionellen Träger, mit gleicher Nutzlast kleiner gebaut werden, oder bei gleicher Größe, mehr Nutzlast in den Weltraum Transportieren.

Indien startet mit der PSLV C37 über 100 Satteliten

Indien hat heute eine PSLV gestartet. PSLV steht für Polar Satellite Launch Vehikel. Indien nutzte die Rakete um 102 Satelliten in den Erdorbit zu befördern, davon allein 88 von Planet Labs aus den USA. Dieser Start ist der erste weltweit, der über 100 einzelne Satelliten startet und aussetzt. Dies stellt einen neuen Weltrekord da.

PSLV kurz nach dem Start. Quelle: ISRO

Die Satelliten wurden auf einen etwa 505 km hohen Orbit befördert, der sie über die Pole führt. Dies ermöglicht es den Kunden, ihre Satelliten weltweit einzusetzen. Durch den niedrigen Orbit werden die Satelliten in 3-5 Jahre wieder in der Erdatmosphäre verglühen.

Weitere Satelliten kommen aus Großbritannien, den Niederlanden, den Vereinigten Arabischen Emiraten und aus Indien.