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Marsrover Curiosity 2000 Sols auf dem Mars

Der Marsrover Curiosity ist jetzt bereits über 2000 Sols (Marstage) auf dem Mars. Ein Marstag dauert 24 Stunden und 37 Minuten. Der Curiosity Rover ist der Rover in der Mars Science Laboratory (MSL) der NASA.

Die erfolgreiche Landung auf dem Mars gelang am 5. August 2012. Dabei wahr die Landung die Komplizierteste in der Geschichte der Forschung auf dem Mars und wahrscheinlich im ganzen Sonnensystem. Dabei wurde alles eingesetzt, was die NASA zum Bremsen einsetzen konnte. Zuerst wurde die Geschwindigkeit mit einem Hitzeschild reduziert. Dabei sank die Geschwindigkeit bis auf die 1,7 fache Schallgeschwindigkeit. Dort wurde dann der Überschallfallschirm betätigt und bremste weiter. Zum Schluss wurde dann noch der Fallschirm abgetrennt und mit Raketentriebwerke auf 0 Km/h abgebremst. Diese Raketentriebwerke sollten aber nicht zu viel Staub aufwirbeln, weil man fürchtete der Curiosity Rover könnte beschädigt werden. Deshalb entwickelte man den sogenannten Skycrane. Dieses System seilte den Rover das letzte Stück ab. Als der Rover dann auf der Marsoberfläche stand wurden die Seile gekappt und der Skycrane flog im 45 Grad Winkel von der Landestelle weg, um nicht auf den Rover zu stürzen, wenn der Treibstoff aufgebraucht ist, oder diesen mit aufgewirbelten Staub zu verschmutzen.

Hier könnt ihr euch die Beindruckende Landung noch einmal anschauen.

Was hat Curiosity in den 2000 Marstagen oder etwa 5,5 Erdjahren alles Erreicht?

Curiosity hat alle seine wissenschaftlichen Hauptziele bereits im ersten Jahr nach der Landung erreicht. Dabei ging es um den Nachweis das der Mars früher Leben beherbergen konnte. Hier wahr die geologische Zusammensetzung der Mineralien im Marsboden entscheidend. Curiosity konnte Mineralien Nachweisen, die sich nur bei längeren Einwirken von Wasser bilden. Zusätzlich fand man eine Stelle, die man für ein Flussbett hält. Auch konnten komplexe Kohlenstoffverbindungen nachgewiesen werden.

Curiosity ist die Erste Mission, die auch die Strahlenbelastung auf dem Mars analysiert. Diese Erkenntnisse sind wichtig für Zukünftige bemannte Raumflüge zum Mars. Die Messungen der Strahlenbelastung, bestätigen das man mit dem Strahlenbudget auskommt, welches die NASA ihren Astronauten maximal zumuten will. Bei einer bemannten Mission kann die Strahlenbelastung aber sicher durch Abschirmung noch weiter reduziert werden.

Die Strahlung während eines Sonnensturms 2017

Die Strahlung während eines Sonnensturms im November 2017 Quelle:NASA/GSFC/JPL-Caltech/Univ. of Colorado/SwRI-Boulder/UC Berkeley

Neben den Wissenschaftlichen gibt es noch technische Ziele. Hier wollte man erstmals Zeigen, dass man einen so schweren Rover erfolgreich Landen kann. Curiosity wiegt immerhin 940 Kg und damit 5 Mal mehr als seine Vorgänger Spirit und Opportunity
zweitens wollte die NASA zeigen, dass die Landung sehr präzise erfolgt. Durch ein kleineres Landegebiet kommen für den Nachfolger dann mehr Landegebiete infrage. Die Landung gelang sehr präzise.
Drittens wollte die NASA Curiosity 20 Km weit fahren. Dieses Ziel wurde erst vor einigen Tagen erreicht. Derzeit stehen 20271 Meter auf dem Tacho vom Curiosity Rover.

Wie geht es Jetzt weiter?
Der Rover hatte bis jetzt eine sehr erfolgreiche Mission auf dem Mars. Auch, wenn man die Hauptziele bereits erreicht hat, kann man mit dem Rover die geologischen Strukturen auf dem Mars noch weiter entschlüsseln und so manche Geheimnisse lüften. Dabei orientiert sich die NASA weiter an die Hauptfragen der Mission und versucht weiter unser Wissen über den Mars beständig zu Erweitern.

NASA prüft Programm für Private Mondlandung

Die US Raumfahrtbehörde NASA prüft derzeit, ob nicht auch private Firmen in den USA Mondlander entwickeln sollen. Dafür wurde eine Informationsanfrage (Request For Information) veröffentlicht. Die NASA überlegt ein Zweistufiges Programm zu starten. In der ersten Stufe sollen unbemannte Mondlander entwickelt werden. Ziel ist es 500 Kg an Fracht sanft auf dem Mond zu landen. Nach Abschluss von Stufe Eins, sollen dann auch Menschen zusammen mit 5000 bis 6000 Kg an Fracht, auf dem Mond Landen können. Der Zeitplan für Stufe Eins sieht 4 bis 7 Jahre vor.

Der Mond wird zum Ziel von Privaten in 2022

Der Mond wird zum Ziel von Privaten

Derzeit ist das Programm noch nicht finanziert, doch 3 Unternehmen beteiligen sich schon an der Planungsphase. Dabei sind Astrobotic Technology, Masten Space Systems und Moon Express. Dies sind alles kleinere Unternehmen ohne Erfahrung aus dem Weltraum. Alle drei haben aber auch schon Lande Hardware auf der Erde getestet.

Dies wäre ein Umbruch in der Strategie der NASA, die bisher vorsah das private Raumfahrtunternehmen den Transport von Gütern und demnächst auch Menschen in den niedrigen Erdorbit, zum Beispiel zur ISS, befördern. Zum Mond und darüber hinaus wollte die NASA bisher selbst die Kontrolle über Raumschiffe und Raketen behalten und entwickelt dafür die SLS Schwerlastrakete, die 47 Tonnen Nutzlast zum Mond befördern kann und die Orion Raumkapsel für längere Flüge. Die Orion Raumkapsel kann jedoch nicht auf dem Mond landen.

So ein privates Projekt könnte also die Lücke im nationalen Raumfahrtprogramm Schließen. Dabei würden die Preise eines kommerziell gebauten Mondlanders deutlich unter den kosten eines staatlichen Produktes Liegen. Dies liegt vor allem an effizienteren Strukturen in den privaten Unternehmen.

New Horizons nächstes Ziel heißt jetzt Ultima Thule

Die New Horizions Raumsonde flog am 14. Juli 2015 an Pluto vorbei. Dabei werden erstmals hochauflösende Bilder von Pluto erstellt. Zuvor erreichte selbst das Hubble Weltraumteleskop nur eine Auflösung von 500 Km pro Pixel.

So kennen wir Pluto heute Quelle: NASA/JPL/NewHorizons

Nach dem Vorbeiflug wurde die erfolgreiche Raumsonde aber nicht abgeschaltet, sondern bekam eine weitere Mission unter dem Namen Kuiper Belt Extended Mission (KEM). Hierbei soll ein Objekt im Kuiper Gürtel bei einem Vorbeiflug näher untersucht werden. Da beim Start der Mission jedoch noch kein geeigneter Kandidat bekannt war, den die Raumsonde mit ihrem beschränktem Treibstoffreserven erreichen konnte, musste erst noch eine Suchaktion gestartet werden.

Was verbirgt sich hinter 2014 MU69? Quelle: NASA/ESA/Hubbelspaceteleskop

Bei der Suchaktion fand man drei Objekte in Reichweite der Raumsonde. Das Objekt (486958) 2014 MU69 wurde schließlich ausgewählt und soll am 1. Januar 2019 passiert werden. Die Unhandliche Bezeichnung des Objekts führte jetzt dazu, das die NASA den Asteroiden “Ultima Thule” nennt. Bei der Passage soll New Horizons Aufnahmen mit hoher Auflösung erzeugen und eventuell vorhandene Monde aufspüren. Auf den Bildern des Hubbel Weltraumteleskop sieht man das 20-40 Km große Objekt nur als einen einzigen Pixel und so weiß man noch fast nichts über das Objekt.

NASA Helikopter Drohne für den Mars

Die NASA will auf dem Flug des neuen Marsrovers 2020 eine unbemannte Flugdrohne mitfliegen lassen. Das Fluggerät soll nur 1,8 Kilogramm wiegen und 2,5 Minuten lang fliegen können. Dies ermöglicht es jeden Tag 300 Meter weite Strecken zurückzulegen, bevor die Akkus mit Solarzellen wieder aufgeladen werden müssen. Regelmäßig wären weitere Flüge möglich. Die aktuellen Marsrover schaffen derzeit maximal eine Fahrtstrecke um die 50 m pro Tag. So könnte die Flugdrohne aus der Luft interessante Objekte für den Rover vorab erkunden.

Drohne auf dem Mars

Künstlerische Darstellung der Flugdrohne auf dem Mars Quelle: NASA/JPL-Caltech

Diese Mission wäre eine Technologiedemonstration und würde der NASA eine völlig neue Möglichkeit geben den Mars zu Erforschen. Derzeit erforscht die NASA den Mars großflächig mit Sonden aus Umlaufbahnen die hunderte Kilometer über der Planeten Oberfläche sind und mit Rovern auf der Planetenoberfläche. Zwischen diesen beiden Bereichen gibt es aber noch eine Lücke und so arbeitet man schon länger an einen Plan diese zu schließen.

Lange Zeit gab es Pläne hierfür Ballonfahrzeuge einzusetzen, doch diese hatten große Nachteile. Einerseits wahren trotz riesiger Ballons, aufgrund der dünnen Marsatmosphäre nur kleine Nutzlasten möglich. Außerdem wäre der Ballon ungesteuert unterwegs und Forschung nicht gezielt möglich.

Trotz dieser Nachteile gab es schon länger Pläne eine Flugdrohne zum Mars zu schicken, doch die NASA beließ es dabei. Jetzt will man es mit einer Drohne, die einem Helikopter ähnelt und sich gezielt steuern lässt erneut Versuchen.

Diese Technologie ist heute für kurze Flugstrecken von wenigen hundert Metern auch auf dem Mars einsetzbar. Noch vor zehn Jahren wahr das nicht möglich, da man auf moderne Akkumulatoren mit hoher Leistung und Energiedichte angewiesen ist. Außerdem mussten erst Rotoren entwickelt werden, die mit den besonderen Anforderungen zurechtkommen, die auf dem Mars Vorherrschen. Hierzu gehört die sehr hohe Drehzahl um den geringen Luftdruck auf dem Mars, der den Druck auf der Erde in 30 km Höhe entspricht, zu kompensieren.

Sollte diese Mission erfolgreich sein wäre der Weg frei für die Entwicklung einer größeren Flugdrohne, die weiter Fliegen kann und mehr Nutzlast tragen kann. Kleinere Einheiten könnten als Begleiter für Rover und Lander zum Standard werden, um Gebiete schneller zu erkunden. Größere Drohnen könnten in Zukunft unwegsames Gelände Erforschen wie das Geologisch hoch interessante Valles Marineris.

TESS : Entdeckungen Voraus!

TESS ist jetzt in Vandenberg (Kalifornien) angekommen. Hier wird der Satellit auf seinem Start am 16. April auf einer Falcon 9 von SpaceX vorbereitet. TESS ist eine Mission der NASA und wird vom MIT geleitet.

Was macht TESS?

TESS steht für Transiting Exoplanet Survey Satellite. Als Hauptmission soll TESS die erfolgreiche Arbeit vom Weltraumteleskop Kepler fortsetzen und tausende Exoplaneten entdecken. Dabei beobachtet TESS ein Gebiet, welches 10.000 so groß ist wie die Fläche des Vollmondes, oder 16 mal so groß wie beim Kepler Weltraum Teleskop. Dabei werden 4 Teleskope gleichzeitig genutzt.

Kepler 452b wurde mit dem Kepler Teleskop entdeckt

Kepler 452b Quelle: NASA

TESS kann mehr

Neben dem Entdecken von tausenden Exoplaneten, steht jedoch noch mehr auf der Wunschliste der Wissenschaftler. So sollen auch das Explodieren von Sternen in so genannten Supernovae beobachtet werden. Auch eine Kollision von 2 Neutronensternen könnte man mit TESS beobachten. Da das Teleskop etwa 1/18 des gesamten Himmels sieht benötigt man jedoch auch etwas Glück. Bis jetzt haben Wissenschaftler erst ein solches Ereignis mithilfe von Gravitationswellen entdeckt. In Zukunft soll dies jedoch deutlich öfter gelingen, da gerade die Instrumente verbessert werden, was etwa doppelt so viele Entdeckungen erlauben soll.

Die bisher einzige Neutronensternkollision ist Stunden später auch mit optischen Teleskopen entdeckt worden. So ein Ereignis quasi Live zu beobachten könnte einige neue Erkenntnisse über den Kosmos bringen und uns helfen unsere Theorien zu überprüfen.

Wie lange arbeitet TESS

TESS kommt auf einen hohen elliptischen Orbit, welcher in Resonanz von 2/1 zum Mond steht. Diese Erdumlaufbahn ist sehr stabil und ermöglicht es der NASA TESS sehr lange einzusetzen. Wenn es nicht Vorher zu einem technischen Versagen kommt beschränken die Treibstoffreserven die Lebensdauer und diese sind für ungefähr 20 Jahre sehr großzügig ausgelegt. So könnte TESS sehr lange nach Exoplaneten suchen und andere Ereignisse beobachten.

Ariane 5 fliegt den falsche Kurs

Eine Ariane 5 Rakete der europäischen Firma Arianespace flog 2 Satelliten in den Weltraum. Dabei trägt einer auch ein Instrument für die NASA. Bereits beim Start merkte man das etwas nicht stimmte, da kurz nach der Zündung der Oberstufe der Funkkontakt verloren ging. Der Kommentator meldete hier noch immer, dass alles normal wäre, doch merkte ein aufmerksamer Beobachter bereits das etwas schief lief.

Eine Ariane 5 Rakete kurz nach dem Start

Eine Ariane 5 Rakete beim Start Quelle: Arianespace

Dies geschah möglicherweise, weil die Rakete vom vorgesehenen Kurs abwich. Geplant war ein Orbit mit 250 km X 42000 km X 3 Grad. Die Höhe der Umlaufbahn hat die Ariane 5 Rakete auch sehr gut getroffen. Jedoch bei der Bahnneigung wurde statt einer Neigung gegenüber den Erdäquator von 3 Grad, eine Neigung von 20,5 Grad erreicht.

Dabei flog die Rakete sehr nah an der Küste vor Brasilien entlang. Diese Kursabweichung ist wohl ursächlich für den Abbruch der Funkverbindung. Wieso der Computer nicht die falsche Flugbahn bemerkte und die Rakete sprengte ist auch ein Rätsel. Möglicherweise ist hier in der Programmierung des Flugcomputers auch der Fehler zu finden, der die ganzen Probleme verursacht hat.

Diese größere Abweichung ist für die Satelliten ein Problem. Jetzt müssen sie größere Mengen Treibstoff einsetzen als geplant um ihre Geostationäre Bahn zu besetzen. Dabei müssen die Satelliten jetzt mit ihren Triebwerken zusätzlich zum geplanten noch 166 Meter pro Sekunde zusätzlich beschleunigen. Diese Treibstoffmengen werden voraussichtlich dazu führen, dass die Zeit in der die Satelliten genutzt werden können verkürzt wird. Ursprünglich geplant waren für beide Satelliten eine Lebensdauer von 15 Jahren.

Eisenanteil in Sterne wirkt sich auf Planetenorbits aus

Eisen Gehalt von Sterne beeinflusst Exoplanetensysteme

Eine neue Studie über Exoplaneten kommt zu dem Ergebnis, das Exoplaneten mit kleinen Umlaufbahnen häufig um Sterne entstehen die besonders Eisenhaltig sind und Planeten mit weiteren Umlaufbahnen häufig bei Sterne zu finden sind, die einen normalen Eisenanteil haben.

ExoPlaneten um Sterne mit hohen Eisenanteil haben kleinere Umlaufbahnen

Exoplaneten um Sterne mit hohen Eisenanteil haben kleinere Umlaufbahnen Quelle: Dana Berry/SkyWorks Digital Inc.; SDSS collaboration

Die Wissenschaftler unter der Leitung der University of Virginia fanden den Zusammenhang als sie Daten des Kepler Weltraumteleskop mit den Spektren vom Sloan Digital Sky Survey (SDSS) kombinierten.

Was das Ergebnis jetzt bedeutet für die Modelle, die wir von der Entstehung von Planetensystemen haben ist noch unklar. Aufgrund der Tatsache, dass der Eisenanteil der Sterne mit viel Eisen etwa 25 % höher ist, als bei normalen Sternen, war nicht erwartet worden hier eine so große Beeinflussung festzustellen. Die Forscher wollen auch noch nach weiteren Zusammenhängen in den Daten Suchen um noch mehr über ferne Planetensysteme zu lernen.

Um jedoch auch eine Chance zu bekommen eventuell kleinere Zusammenhänge zu Sehen brauchen die Wissenschaftler mehr Daten von noch mehr Exoplaneten. Dafür gibt es Weltweit mehrere Suchprogramme von vielen Raumfahrtagenturen und Universitäten. Das nächste Programm, dass bereits im März starten soll, wird TESS sein. TESS ist ein Weltraumteleskop der NASA und soll besonders nach relativ nahen Exoplaneten suchen.

Exoplaneten – Wie wird nach Exoplaneten Gesucht?

Anlässlich zum bevorstehenden Start vom NASA Weltraumteleskop Tess im März, für die Suche nach Extrasolaren Planeten, wollen wir uns in einer kleinen Artikelserie, mit dem interessanten Thema der Exoplaneten beschäftigen. Alle Artikel der Serie könnt ihr hier finden.

Exoplaneten sind bis heute bereits etwa 3500 entdeckt worden.

Wie wurden diese Exoplaneten jedoch entdeckt?

Dabei ist die Entdeckung sehr schwierig. Häufig gelingt sie nur über ein Indirektes Verfahren. Hierfür gibt es mehrere Möglichkeiten.

Die Transitmethode

Die meisten Exoplaneten wurden bis heute mit der Transitmethode gefunden. Dabei beobachtet man einen Stern mit einem Teleskop und vermisst sehr genau seine Helligkeit. Stellt man jetzt eine Verdunklung des Sterns fest könnte ein Planet vor dem Stern vorbeigezogen sein. Dabei würde man eine Verdunklung erwarten. Jedoch ist diese Verdunklung nur winzig. Ein großer Planet wie zum Beispiel der Jupiter in unserem Sonnensystem würde unsere Sonne nur um 2 % Verdunkeln. Kleinere Planeten wie die Erde währen noch schwerer zu Entdecken.

Diese Methode wird auch von Tess benutzt. Dabei soll Tess sich besonders auf nahe Sterne Konzentrieren. Hier wird Tess voraussichtlich einige Exoplaneten entdecken die nah genug sind um mit den Teleskopen der Nächsten Generation direkt gesehen zu werden. Dann können die Teleskope, die derzeit gebaut werden, die Zusammensetzung der Atmosphäre messen und nach Spuren von Leben suchen.

Die Dopplermethode

Eine weitere Methode um Exoplaneten zu finden ist die Dopplermethode. Dabei schaut man sich ihre Zentralen Sterne ganz genau an. Bewegen sich die Sterne von uns weg, erscheint das Licht im Specktrografen rotveschoben, bewegen sich die Sterne auf uns Zu erscheint das Licht hingegen blauverschoben. Diese Verschiebung des Lichts kann man in hochgenauen Spektographen Messen. Wenn die Verschiebung des Lichts sich hier mit der Zeit periodisch verändert, könnte ein Exoplanet die Ursache sein der mit seinen Stern durch Gravitationskräfte wechselwirkt. Dieses Verfahren wird Dopplerverfahren gennant. Dieses Verfahren ist sehr genau und man kann die Massegrenzen des Exoplaneten gut bestimmen. Der Nachteil ist, das auch große Teleskope nur immer einen Stern gleichzeitig vermessen können, womit dieses Verfahren nicht Skalierbar ist. Die Entdeckung von kleinen Planeten um Sonnenähnliche Sterne ist mit diesem Verfahren besonders schwierig.

Außerdem gibt es noch Funde über Gravitationslinseneffekte. Diese machen jedoch nur einen sehr kleinen Anteil aus. Da Gravitationslinsen einmalige Effekte sind ist eine Nachbeobachtung oder auch eine Bestätigung zu einem späteren Zeitpunkt unmöglich. Deshalb sind diese Planeten nicht für die weitere Erforschung Extrasolarer Planetensysteme geeignet.

Direkte Beobachtung

Auch klein ist der Anteil der Exoplaneten, die durch direkte Abbildung entdeckt wurden. Dies Exoplaneten sind für die Forschung aber besonders wichtig. Deshalb verschiebt die NASA den Fokus bei der Suche nach Exoplaneten mit Tess auch auf die nähere Umgebung in der Milchstraße. Ging es mit Kepler noch darum möglichst viele Exoplaneten zu entdecken, soll Tess möglichst Exoplaneten in einer relativ geringen Entfernung zur Erde entdecken. Diese Planeten eignen sich dann auch zur direkten Beobachtung mit den Teleskopen der nächsten Generation.

Kleine Exoplaneten

Dieses Problem kleine Planeten wie die Erde zu Entdecken haben alle Methoden. Bis heute sind die meisten entdeckten Planeten sehr groß. Durch einige kleinere Planeten die wir entdeckt haben wissen wir das kleine Planeten aber auch sehr häufig sein müssen. Die Schätzungen gehen dahin das im Schnitt etwa jeder Stern einen etwa Erdgroßen Gesteinsplaneten hat.

SpaceX Dragon Fracht Kapsel wieder gelandet

SpaceX Dragon Fracht Kapsel aus der CRS-13 Mission ist mit 1850 Kg Fracht wieder von der Internationalen Raumstation zurückgekehrt und im Pazifik, westlich von Kalifornien, gelandet.

Nach der Landung wurde die Dragon Kapsel von einem Bergungsschiff von SpaceX geborgen und wird jetzt nach Cape Caneveral zurückgebracht.

Dragon CRS-13 nach der Landung auf dem Schiff vor Kalifornien

Dragon CRS-13 nach der Landung auf dem Schiff    Quelle: SpaceX Twitter

Das Raumschiff war am 15. Dezember 2017 bereits zum zweiten mal gestartet worden, und belieferte die ISS mit 2205 Kg Fracht. Die Ladung bestand aus Versorgungsgütern für die Astronauten auf der Internationalen Raumstation (ISS) und aus Wissenschaftlichen Experimenten.

Die Dragon Kapsel flog bereits als CRS-6 schon einmal zur ISS. Die erst Stufe der Falcon 9 Rakete nstartet CRS-11 in Richtung ISS.

Beim Abkoppeln von der Station kam das Signal aus einer Kanadischen Bodenstation. Zum ersten Mal überhaupt wurde das Abkoppeln nicht von Astronauten auf der ISS gesteuert. Die Astronauten Joe Acaba und Scott Tingle erfüllten lediglich eine Backup Funktion, die jedoch nicht gebraucht wurde.

Die nächste Dragon Frachtkaps soll als CRS-14 am 2. April 2018 starten und die ISS wieder mit Fracht beliefern.

Exoplaneten – Was für Exoplaneten gibt es

Anlässlich zum bevorstehenden Start vom NASA Weltraumteleskop Tess im März, für die Suche nach Extrasolaren Planeten, wollen wir uns in einer kleinen Artikelserie, mit dem interessanten Thema der Exoplaneten beschäftigen. Alle Artikel der Serie könnt ihr hier finden.

Exoplaneten – Was für Exoplaneten gibt es

Als man mit der Erforschung der ersten Exoplaneten anfing erwartete man Zunächst das alle Exoplaneten so aussehen wie die Planeten in unserem Sonnensystem doch dem war nicht so. Das führte dazu das sich schnell einige neue Planetenklassen durchsetzten die es so bei uns im Sonnensystem nicht gibt. Bei uns gibt es im inneren Sonnensystem die Gesteinsplaneten, wozu der Merkur, die Venus, die Erde und der Mars gehören. Weiter draußen sind die großen Gasplaneten Jupiter und Saturn. Dahinter spricht man dann bei Uranus und Neptun von sogenannten Eisriesen.

Exoplanet cancrie 55e

Exoplanet Quelle: NASA/JPL

Die ersten Exoplaneten wahren groß und heiß

Als die ersten Exoplaneten entdeckt wurden fand man zuerst große Planeten wie Jupiter die aber viel näher an ihrem Stern wahren als der Merkur der Sonne, unser innerster Planet im Sonnensystem. Dafür wurde bald die Kategorie der Hot Jupiter eingeführt

Danach wurden auch noch kleinere Gasplaneten in der Nähe ihres Sterns gefunden. Diese wurden dann Hot Neptun genannt. Neptun ist der kleinste Gasplanet in unserem Sonnensystem

Gesteinsplaneten

Nach den ersten Hot Jupiter fand man immer kleinere Exoplaneten. Diese wahren immer noch 10 mal schwerer als die Erde aber bestanden auch nicht aus Gas. Diese Exoplaneten wurden dann Supererden genannt.

Supererden sind zwischen 1 bis 10 mal so schwer wie die Erde. Dadurch bedingt ist auch die Gravitation auf diesen Exoplaneten teils deutlich stärker als auf der Erde. Bei kleineren Supererden kann es aber sein das es trotz der höheren Schwerkraft Leben gibt. Hierfür muss der Planet aber in der Habitablen Zone seines Sterns liegen.

Erdähnliche Planeten

Vor kurzen wurden dann auch die ersten Erdähnlichen Exoplaneten Entdeckt. Diese sind so groß wie die Erde. Wenn diese in der habitablen Zone ihres Sterns liegen, könnten sie auch Leben beherbergen. Dann spricht man auch von Erdähnliche Planeten

Exoplanete Kepler 452b wurde vom Kepler Weltraumtesleskop entdeckt

Der Erdähnliche Exoplanete Kepler 452b Quelle: NASA/JPL-Caltech/T. Pyle

In Zukunft wird man noch viele Planeten Entdecken die Erdähnlich sind. Durch die gesteigerte Leistung der Teleskope und ihrer Instrumente werden die Wissenschaftler immer mehr Exoplaneten entdecken können. Dadurch wird sich unser Verständnis von unserem Sonnensystem weiterentwickeln.