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Virgin Galactic will SpaceShipTwo wieder motorisiert fliegen

Virgin Galctic hat bei ihrem neuen SpaceShipTwo, der VSS Unity bereits 7 reine Gleitflüge durchgeführt.

Das Erste Raumschiff, die VSS Enterprise, hatte bereits motorisierte Testflüge unternommen, bis es wegen eines Pilotenfehlers abstürzte. Dabei hatte der Pilot während der Antrieb noch arbeitete die Tragflächen in den feathering Modus geschaltet, wobei die Tragflächen des Raumschiffs gedreht werden, um den Luftwiederstand zum bremsen zu maximieren. Die Belastungen die daraufhin im Raumschiff auftraten wahren zu groß und führten zum Absturz. Bei dem Unglück wurde einer der beiden Testpiloten getötet und der zweite Testpilot schwer Verletzt.

Nach dem Unfall kritisierten einige Experten Virgin Galactic, wieso es in dieser Flugphase dem Piloten überhaupt möglich wahr in den sogenannten feathering Modus zu schalten.

Nach dem Unfall baute Virgin das zweite Raumschiff unter dem Namen VSS Unity. Jetzt steht man erneut vor dem Punkt wo man Motorisierte Testflüge durchführen will. Beim letzten Gleitflug war der Motor bereits vollständig eingebaut. Dieser Gleitflug soll der letzte gewesen sein, teilte Sir Richard Branson auf Twitter mit.


Dieses Mal soll das Raumschiff jedoch sicherer sein und sich der Unfall nicht wiederholen können.

Falcon 9 Block 5 bringt mehr Wiederverwendung

Die Falcon 9 Rakete von SpaceX ist bereits heute als Block 4 teilweise Wiederverwendbar. SpaceX hat jetzt bereits einige Stufen ein zweites Mal gestartet. Dabei gab es bis jetzt keine größeren Probleme. Dabei erreichen die Stufen aber ihre Belastungsgrenze und werden derzeit spätestens nach ihrem zweiten Einsatz entsorgt.

Das soll sich mit Block 5 ändern. Block 5 soll bis zu 10 Mal wiederverwendbar sein ohne größere Wartung. Dafür wird es ein Wiederverwendbares Hitzeschild zwischen den Triebwerken geben das Leitungen schützt. Die Landebeine müssen derzeit nach jeder Landung aufwendig abgeschraubt werden. Nach dem Upgrade auf Block 5 sollen sie wieder einklappbar sein.

Die Merlin Triebwerke wurden auch verbessert und sollen jetzt 7-8 Prozent mehr Schub erzeugen. Die Steuerung wurde optimiert um Treibstoff bei der Landung einzusparen. Für das Triebwerk wurden neue Ventile entwickelt und Qualifiziert , die eine längere Einsatzdauer haben sollen.

So soll die Falcon 9 Rakete noch effizienter werden. Die Falcon 9 Block 5 soll der letzte Entwicklungsschritt der Falcon 9 Rakete werden. Auf dieser Falcon 9 sollen dann auch bemannte Flüge durchgeführt werden. Neben den genannten Änderungen gehören dazu noch über 100 kleinere Verbesserungen. Später werden diese Verbesserungen auch alle in die Falcon Heavy einfließen. Diese wird dadurch auch noch etwas an Leistung zulegen.

Jahresausblick Was Erwartet uns 2018

Jetzt, wo Weihnachten vorbei ist und wir bereits im Jahresrückblick 2017 zurückgeblickt haben wird es Zeit für einen Blick in die Zukunft. Was erwartet uns 2018? Wir wagen jetzt einen kleinen Ausblick der auf Spekulation beruht und für deren Richtigkeit wir nicht Garantieren können.

SpaceX

SpaceX wird 2018 ihre Falcon Heavy starten. Ob sie es im Januar schaffen oder erst im März der Start der Falcon Heavy geht, wenn er erfolgreich ist in die Geschichte ein als der erste Raketenstart eines privaten Raumfahrtunternehmens zum Mars der Privat finanziert worden ist.

SpaceX hat seit ende 2017 wieder zwei Startplätze in Cape Caneveral, Florida zu Verfügung und wird so 2018 noch mehr Starts durchführe als 2017. Dabei plant SpaceX mit 30 Starts in 2018. Dabei soll auch die Falcon 9 Block 5 helfen die im nächsten Jahr eingeführt wird. Diese soll nicht nur schneller wieder starten können, sondern auch öfter Wiederverwendet werden können als die aktuelle Falcon 9.

Kleinstträger

Die Kleinstträger werden 2018 in den Orbit kommen. Oder es könnte auch schon noch 2017 so weit sein. Am 28. Dezember 2017 ist der Start des Japanischen Kleinstträgers geplant. Sollte er scheitern steht Anfang Januar bereits Rocket Lab mit ihrer Electron Kleinst-Trägerrakete in den Startlöchern. Auch Vector Space Systems möchte 2018 den Orbitalen Flugbetrieb aufnehmen. Obwohl die Risiken bei Erststarts immer groß sind denke ich das 2018 mindestens ein Kleinsatelliten-Träger erfolgreich fliegt. Unabhängig von den Erfolg der Kleinen Trägerraketen wird auch der Kleinstsatelliten Markt weiter wachsen, mit erfolgreichen Kleinträgern allerdings deutlich schneller als ohne.

Blue Origin

Blue Origin wird 2018 mit ihrer Suborbitaler Rakete weitere Testflüge absolvieren. Bemannte Starts werden jedoch 2018 noch nicht durchgeführt. Der erste bemannte Flug wird für 2019 angekündigt. Ende 2018 wird ein Preis für den Flug in den Weltraum genannt und man kann Tickets kaufen.

Virgin Galactic

Virgin Galactic will 2018 endlich wieder in den Welltraum fliegen. Ob das Gelingen wird? Das Raumschiff die VSS Unity hat bis heute noch keinen motorisierten Flug unternommen. Bisher wurden lediglich Gleitflüge absolviert. Bevor ein suborbitaler Flug über die Grenze zum Weltraum durchgeführt werden kann, müssen wohl noch einige Testflüge absolviert werden. Somit ist aus meiner Sicht ein Flug in den Welltraum ende 2018 möglich, dies ist aber mit einigen Bedingungen verknüpft und so ist ein Start 2018 eher unwahrscheinlich.

NASA

2018 wird die NASA wieder einen Lander zum Mars schicken. Der Lander Insight soll dort das Innere des Planeten untersuchen. Daneben wird die NASA noch eine Mission (Solar Probe Plus) zur Erforschung der Sonnenkorona starten. Das James Webb Weltraumteleskop soll 2018 fertiggestellt werden und dann im Frühjahr 2019 starten. Auf dem James Webb Teleskop beruhen große Hoffnungen in vielen astronomischen Wissenschaftsbereichen

NASA testet Triebwerk mit 3D gedruckter Komponente

Die NASA hat in zusammenarbeite mit Aerojet Rocketdyne ein RS-25 Raketentriebwerk getestet. Das RS-25 Raketentriebwerk hat bereits die Space Shuttles in den Weltraum befördert und soll jetzt auch den neuen Großträger SLS antreiben. Da es heutzutage neue und fortschrittlichere Fertigungsmethoden, als in den 80zigern Jahren gibt, hat die NASA ein Programm gestartet um die Kosten zu senken.  Dabei wurde jetzt erstmals eine größere 3 D gedruckte Komponente eingesetzt, der Pogo Accumulator. Diese Hardwarekomponente, der sogenannte Pogo Accumulator, sorgt während des Fluges dafür, dass keine größeren Schwingungen aufbauen. Vereinfacht gesagt wirkt es wie ein Stoßdämpfer.

Das RS-25 ist ein großes Triebwerk für das SLS

Das RS-25 ist ein großes Triebwerk welches bereits beim Space Shuttle eingesetzt wurde Quelle: NASA

Bei der Herstellung im 3D Druckverfahren konnten 35 % der Kosten und 80 % der Produktionszeit eingespart werden. Zusätzlich fallen jetzt über 100 Schweißnähte weg welche in der Vergangenheit oftmals zu Verzögerungen und Nachbesserungen geführt haben.

In Zukunft sollen noch weitere Komponenten aus dem 3D Drucker in dieses Triebwerk integriert werden und so über 700 Schweißnähte überflüssig werden. So will die NASA die Kosten des Triebwerks, die einen großen Teil der kompletten Trägerrakete SLS ausmachen weiter senken und gleichzeitig Leistung, Zuverlässigkeit und Sicherheit mindestens auf dem aktuellen Niveau halten oder sogar erhöhen.

Andere private Raumfahrtfirmen wie Rocket Lab, bei ihrer Electron Rakete, stellen bereits alle Hauptkomponenten ihrer Triebwerke im 3 D Druckverfahren her. Sie verwenden jedoch deutlich kleinere Triebwerke. Dabei konnten sie schon zeigen das 3D gedruckte Triebwerke funktionieren und das sie Geld und Produktionszeit einsparen. Daher ist es schön zu sehen, dass diese Technologie jetzt auch bei größeren Triebwerken eingesetzt werden kann.

Jahresrückblick 2017

Das Jahr 2017 Endet bald. Jetzt ist für uns der richtige Zeitpunkt auf das Vergangene Jahr zurückzuschauen, und es hat sich einiges in der Raumfahrt getan.  Besonders die Entwicklung im Flugbetrieb von SpaceX hat uns begeistert. Aber auch sonst waren viele Raumfahrtfirmen dieses Jahr sehr Erfolgreich.

Was wahren die Wichtigsten Ereignisse in der Raumfahrt 2017

SpaceX

2017 hat SpaceX deutlich öfter gestartet. Obwohl sich die Reperatur des Startplatzes SLC-40 In Cape Caneveral länger hinzog als ursprünglich geplant konnte SpaceX seine Falcon 9 Rakete 18 Mal erfolgreich starten. Dabei gelang es die Wiederverwendung in den Betrieb einzuführen und bereits wichtige Kunden, wie die NASA, zu überzeugen, auf Wiederverwendeten Erststufen zu fliegen. Insgesamt wurde 5 Recycelte Erststufen erneut geflogen. SpaceX bemannte Raumkapsel hat sich verzögert und wird jetzt voraussichtlich 2018 Einsatzbereit.

Bemannte Mars Mission

SpaceX hat auf Dem Internationalen Astronauten Kongress nochmals beton bemannt zum Mars fliegen zu wollen. Das Raptor Triebwerk welches hierfür genutzt werden soll befindet sich in der Entwicklung. Wo die Entwicklung genau steht ist unbekannt jedoch hat Elon Musk angekündigt im zweiten Quartal 2018 mit dem Bau des ersten Raumschiffes zu Beginnen.

Microlauncher Entwicklung

Die Entwicklung der Microlauncher, das sind sehr kleine Raketen für kleine Nutzlasten ging 2017 in eine Entscheidene Phase. Die Electron Rakete von Rocket Lab, welche zuerst einen Fehlstart hatte ist jetzt soweit es ein zweites Mal zu Versuchen. Wahrscheinlich wird der Start jetzt im Januar stattfinden. Andere Abieter wie Vector Space System stehen auch davor 2018 orbital starten zu wollen. Neben den bald Verfügbaren Raketen haben die Entwickler von Microlaunchern 2017 auch eine Reihe von Aufträgen bekommen.

Blue Origin

Blue Origin hat 2017 weiter an seiner Suborbitalen New Sheppard Rakete gearbeitet. Diese soll jetzt in Finaler Version bereitstehen und muss nur noch einige Test absolvieren bevor sie in den Kommerziellen Markt eingeführt werden kann.
Weiter gearbeitet hat Blue Origin auch an der New Glenn Rakete, auch wenn diese erst 2020 Erstmals starten soll.

Falcon Heavy 5 Erwartungen und Hoffnungen

Demnächst, jetzt wahrscheinlich Mitte Januar, soll die Falcon Heavy erstmals starten. Dabei sind mit dieser außergewöhnlichen neuen Trägerrakete einige Erwartungen und Hoffnungen Verbunden. Auf welche 5 Eigentschaften die Experten bei der Falcon Heavy besonders hoffen, darauf will ich hier einmal näher Eingehen.

Falcon Heavy auf dem Launchpad

Falcon Heavy auf dem Launchpad Quelle: SpaceX

Der Preis

Die Falcon Heavy wird zu einem Preis angeboten der deutlich unter denen Vergleichbare Träger liegt. Der Preis pro Kg Nutzlast liegt sogar tiefer als bei den Russischen Trägern, bei denen man allerdings den niedrigeren Preis mit einer deutlich niedrigeren Zuverlässigkeit bezahlt. Satellitenanbieter können durch den niedrigeren Preis ebenfalls ihre kosten Senken und so ihren Service einer potentiell größeren Nutzergruppe anbieten.

Auch ein wichtiger Kunde, die US Regierung könnte von den Niedrigeren Kosten Profitieren. Die US-Behörden zahlten in der Vergangenheit bereits Preise rund um eine halbe Milliarden US-Dollar für einen Flug in Dieser Leistungsklasse. Mit der Falcon Heavy sollten die kosten auf unter 150 Millionen US-Dollar fallen.

Die Wissentschaft

Die Wissenschaftler würden enorm von den geringeren Preis profitieren, da diese meistens in den Programmen der NASA ein bestimmtes Budget haben. Mit diesem muss dann der Start und die Mission bezahlt werden. Wird der Start billiger bleibt mehr Geld für die Wissenschaft über.

Die Nutzlast

Die Nutzlast der Falcon Heavy ist mehr als doppelt so Hoch wie beim nächstkleineren Träger, dadurch werden schwerere Satelliten möglich. Außerdem könnten deutlich größere Nutzlasten mit bis zu 16800 kg in Wissenschaftlichen Missionen zum Mars fliegen.

Die Triebwerke

SpaceX setzt in der Falcon Heavy 3 mal 9 Merlin Raketentriebwerke ein. Diese 27 Triebwerke zu Steuern ist eine gute Möglichkeit, die Steuerung solcher größerer Triebwerksblöcke zu verbessern. Bei der Marsrakete von SpaceX ist geplant sogar 31 Triebwerke in der Erststufe einzusetzen. Hier soll durch die Massenproduktion der Triebwerke und deren Wiederverwendbarkeit Geld gespart werden. Bei anderen Startanbietern setzt man oftmals nur ein Triebwerk ein, wie zum Beispiel bei der Ariane 6. Hier beschreitet SpaceX also Technologisches Neuland.

Die Wiederverwendung

Bei der Falcon 9 kann die Erststufe bereits erfolgreich wiederverwendet werden. Bei der Falcon Heavy ist es jetzt sogar möglich Erststufe und die beiden Boosterstufen wieder landen zu lassen. Dabei steigt also der Anteil der Rakete, der Wiederverwendbar ist. Dies könnte SpaceX helfen weitere Kosteneinsparungen zu erzielen.

SpaceX startet CRS-13 Mission zur ISS

SpaceX hat am Freitag dem 15.12.2017 ein Dragon Raumkapsel zur ISS gestartet. Die Dragon Kapsel startete auf einer Falcon 9 Rakete aus Cape Caneveral, Florida. Die Erstsufe flog bei diesem Start bereits zum Zweiten Mal. Dies war das Erste Mal das SpaceX eine Flugerprobte Stufe für die NASA einsetzte.

CRS-13 beim Start Quelle: SpaceX Twitter

Die Dragon Kapsel ist mit 2.205 kg Fracht beladen. Dazu gehört zum Beispiel ein Experiment zur Untersuchung von Weltraumschrott, Computerhardware und Versorgungsgüter für die Astronauten an Bord der ISS.

Gelandete Erststufe nach dem start von CRS-13

Gelandete Erststufe nach dem Start von CRS-13 Quelle: SpaceX Twitter

Dieser Flug ist der Erste vom Startplatz SLC-40 in Cape Caneveral seit dieser bei der Startvorbereitung für Amos-6 stark beschädigt worden ist. Seit dem wurde die Geräte am Startplatz nicht nur wieder aufgebaut sondern auch modernisiert.

Jetzt wo SLC-40 wieder in Betrieb ist steht auf SLC-39A noch der Start der geheimnisvollen ZUMA Nutzlast an. Dieser könnte demnächst erfolgen. Danach wird SpaceX hier ihre Falcon Heavy starten.

Blue Origin Suborbitale bemannte Raumfahrt könnte bald Starten

Blue Origin ist dabei die New Shepard Rakete weiterzuentwickeln um damit bald auch Menschen zumindest kurz in den Weltraum zu schicken. Dabei besteht die Rakete aus einer Stufe und einer aufgesetzten Kapsel. Die Raketenstufe landet nach ihrem Einsatz wieder auf ihrem Triebwerk, während die Raumkapsel mit den Passagieren am Fallschirm landen wird.

Wie ist der Entwicklungsstand?

Derzeit bereit Blue Origin die Dritte Kapsel für den Flug vor. Der erste Flug dieser Kapsel soll noch die Woche stattfinden. Hiermit sollen noch keine Menschen in den Weltraum fliegen, sie soll lediglich für Testflüge verwendet werden. Nach diesen Testflügen soll es dann aber losgehen. Die nachfolgende Kapsel soll dann bemannt eingesetzt werden.

Was wird ein Flug in das Weltall kosten?

Was ein Suborbitaler Flug mit Blue Origin kosten wird ist derzeit noch nicht bekannt. Der Preis könnte jedoch geringer sein, als beim Konkurenten Virgin Galactic mit 250.000 US-Dollar. Diese benutzen ein sogenanntes Spaceship um in den Weltraum zu fliegen, welches von einen Flugzeug aus startet. Die Systeme von Blue Origin mit einer klassischen Rakete wirken Einfacher und Günstiger. Bis wir einen genaueren Preis gesagt bekommen, werden wir uns aber noch gedulden Müssen, da er erst nach abschluss der Testflüge bekanntgegeben werden soll.

Kosten in der Raumfahrt Was kosten Raketen?

Was kostet Raumfahrt?

Wenn Raketen Satelliten oder Astronauten in den Weltraum befördern kostet das viel Geld doch nicht jede Rakete ist gleich teuer. Was eine Rakete kosten darf hängt immer davon ab welche Bedingungen von der Nutzlast gestellt werden.

So können Menschen derzeit nur von der Russischen Sojus Rakete in den Weltraum fliegen, diese Monopolstellung wirkt sich ebenso auf den Preis aus, wie die hohen Sicherheitsanforderungen bei bemannten Starts.

Für unbemannte Satellitenstarts gibt es eine ganze Reihe von Möglichkeiten. Oft kosten Satelliten für Kommunikationsdienstleistungen selbst schon einige hundert Millionen Dollar weshalb die Unternehmen sie auf möglichst zuverlässigen Raketen starten wollen.

Bei den größeren Satelliten wird meistens die Ariane 5 aus Europa und die Proton aus Russland eingesetzt. Die Amerikaner haben noch die Delta IV Heavy. Ende 2017 will SpaceX mit der Falcon Heavy eine weitere Rakete in diesem Marktsegment einführen die neue Maßstäbe setzen wird.

Die großen Trägerraketen

Die russische Proton Rakete

Aufgrund der niedrigen Zuverlässigkeit in den letzten Jahren hat die Russische Proton-M Rakete zur Zeit kaum noch kommerzielle Aufträge. Sie kostet etwa 80 Millionen Dollar pro Start und kann 21000 kg in die Erdumlaufbahn bringen, was etwa 4.000 US-Dollar pro Kilogramm entspricht.

Die Europäische Ariane 5 Rakete

Die Ariane 5 aus Europa weist eine sehr hohe Zuverlässigkeit auf. Allerdings ist der Preis der Ariane 5 Rakete mit 170 Millionen US-Dollar deutlich höher als für eine Proton. Der Preis pro Kilogramm liegt bei einer Nutzlast von 21.700 kg bei 7.800 US-Dollar pro Kilogramm etwa doppelt so hoch wie bei der Proton Rakete.
Die amerikanische Delta IV Heavy Rakete

Die Delta IV Heavy hat mit 350 Millionen US-Dollar die höchsten Kosten und wird daher Kommerziell nicht eingesetzt. Die Delta IV Heavy ist mit einer Nutzlast von 23.000 kg die aktuell stärkste Rakete der Welt. Lediglich die US-Regierung die ihre Militärischen Satelliten nie im Ausland starten lässt nutzt diese Manchmal. Die Kosten pro Kilogramm liegen hier bei 15.200 Kg pro Kilogramm.

Die Falcon Heavy Rakete von SpaceX

Die Falcon Heavy Rakete soll im Dezember 2017 ihren Erststart absolvieren. Doch schon vorher sorgt sie mit ihren Daten für Aufsehen und SpaceX hat bereits einige Aufträge erhalten. Die Rakete kann 63.800 kg in den Orbit beförden und damit fast 3 Mal so viel wie die Delta IV Heavy, die aktuell stäkste Rakete. Die Kosten liegen bei 90 Millionen US-Dollar pro Start was 1.400 US-Dollar pro Kilogramm entspricht. Damit ist sie mit großen Abstand die günstigste große Trägerrakete am Markt.

Für Mittelschwere Satelliten kommt die Falcon 9, Atlas 5, und die Sojus Rakete zum Einsatz. Hier gibt es noch weitere Raketen, da die genannten aber über 90 % der kommerziellen Starts in diesem Segment abdecken, werde ich sie hier nicht behandeln. Diese mittleren Trägerraketen Unterscheiden sich genauso wie die großen.

Die mittleren Trägerraketen

Falcon 9 Rakete von SpaceX

Die Falcon 9 Rakete von SpaceX ist die Rakete mit den meistens Starts 2017. Dies liegt an der Zuverlässigkeit aber auch am geringen Startpreis von nur 60 Millionen US-Dollar. Dann, wenn eine gebrauchte erste Stufe geflogen werden kann sind sogar noch günstigere Preise möglich. Mittlerweile kann sie 22.800 kg Nutzlast transportieren und ist damit hier eigentlich falsch angesiedelt. Zu den großen Raketen kann man sie jedoch auch nicht zählen da die Nutzlastverkleidung zu klein ist. Ein Kilogramm Fracht kostet 2630 Dollar. Mithilfe der Wiederverwendung hofft SpaceX die Kosten noch einmal um die Hälfte drücken zu können.

Die Atlas 5 Rakete

Die Atlas 5 Rakete bietet eine sehr gute Zuverlässigkeit, weshalb die NASA auf ihr auch alle unbemannten Marsmissionen in den letzten Jahren gestartet hat. Dabei wird ein höherer Flugpreis akzeptiert. Der Preis einer Atlas 5 Rakete liegt bei etwa 150 Millionen Dollar. Sie kann 18.800 kg in den Erdorbit tragen. Dabei kostet jedes Kilogramm etwa 8000 Dollar

Die Sojus Rakete aus Russland

Die russische Sojus Rakete ist nicht so teuer und die Zuverlässigkeit ist so hoch, das man mit ihr auch Menschen startet die dann zum Beispiel zur internationalen Raumstation fliegen. Im kommerziellen Markt spielt die Rakete aber nur eine kleine Rolle. In letzter Zeit gab es auch Unfälle. Da sie in ihrem grundsätzlichen Aufbau aus den 60ern kommt würde Russland sie gerne mit einer moderneren Rakete ersetzen. Die Sojus Rakete kostet etwa 60 Millionen Dollar. Die Nutzlast liegt bei 7.200 kg. Dabei kostet ein Kilogramm 8.300 Dollar. Da die Nutzlast deutlich kleiner ist als bei den anderen Trägern wird sie heute fast nur noch für Starts in den niedrigen Erdorbit eingesetzt, zB beim Start von Wettersatelliten. Für den Start der meisten Kommunikationssatelliten ist sie viel zu klein.

Cygnus CRS OA-8 auf Antares gestartet

Heute, am 12. November 2017 um 14:19 ist die Cygnus Frachtkapsel CRS OA-8E von der Wallops Flight Facility gestartet. Dabei handeltes sich um den 9. Flug einer Cygnus Kapsel insgesamt und um den 8. Flug zur internationalen Raumstation ISS.

Cygnus Kapsel auf Antares Rakete

Cygnus auf Antares Quelle: Orbital ATK

Die Cygnus Kapsel heißt S.S. Gene Cernan nach dem im Januar 2017 verstorbenen Astronauten Eugene Cernan. Eugene Cernan flog im Gemini Programm der NASA, war Astronaut bei Apollo 10. 1972 war er der letzte Mensch auf dem Mond.

Die Cygnus Kapsel bringt 3229 kg Fracht zur ISS. Davon sind 740 kg für über 250 wissenschaftliche Experimente und 1240 kg Versorgungsgüter für die Besatzung der ISS.

Cubesat im Erdorbit

Cubesat im Erdorbit Quelle: Cubesat.org

Außerdem befördert die Cygnus Kapslel 14 Cubesats in den Orbit. Diese kleinen Satelliten werden nach dem Abkoppeln der Cygnus Kapsel von der ISS in einem 500 km hohen Orbit gebracht. Dies erhöht die Lebensdauer der Cubesats von einigen Monaten auf einige Jahre.