Archiv für den Monat: Dezember 2017

SpaceX startet CRS-13 Mission zur ISS

SpaceX hat am Freitag dem 15.12.2017 ein Dragon Raumkapsel zur ISS gestartet. Die Dragon Kapsel startete auf einer Falcon 9 Rakete aus Cape Caneveral, Florida. Die Erstsufe flog bei diesem Start bereits zum Zweiten Mal. Dies war das Erste Mal das SpaceX eine Flugerprobte Stufe für die NASA einsetzte.

CRS-13 beim Start Quelle: SpaceX Twitter

Die Dragon Kapsel ist mit 2.205 kg Fracht beladen. Dazu gehört zum Beispiel ein Experiment zur Untersuchung von Weltraumschrott, Computerhardware und Versorgungsgüter für die Astronauten an Bord der ISS.

Gelandete Erststufe nach dem start von CRS-13

Gelandete Erststufe nach dem Start von CRS-13 Quelle: SpaceX Twitter

Dieser Flug ist der Erste vom Startplatz SLC-40 in Cape Caneveral seit dieser bei der Startvorbereitung für Amos-6 stark beschädigt worden ist. Seit dem wurde die Geräte am Startplatz nicht nur wieder aufgebaut sondern auch modernisiert.

Jetzt wo SLC-40 wieder in Betrieb ist steht auf SLC-39A noch der Start der geheimnisvollen ZUMA Nutzlast an. Dieser könnte demnächst erfolgen. Danach wird SpaceX hier ihre Falcon Heavy starten.

Vector Space Systems erhält großen Auftrag

Das junge private Raumfahrtunternehmen Vector Space Systems, hat jetzt einen größeren Auftrag erhalten. Dabei geht es um 12 kleinere Satelliten die auf einzelnen Raketen für Astro Digital in den Erdorbit gebracht werden sollen. Hierfür werden ab 2018 jährlich zwei bis vier Raketen starten.

Vector-R Rakete

Vector-R Rakete Quelle Vector Space System

Alternativ hierzu hätte Astro Digital alle 12 Satelliten auf größeren Raketen als Sekundärnutzlast starten können, doch man hat sich dagegen entschieden. Der Grund hierfür ist, das sie dann denn Startzeitpunkt und den Zielorbit nicht genau bestimmen könnten.

Außerdem hatte Astro Digital bereits im Juli 2017 zwei Satelliten nach einem Sojus Start verloren. Angeblich sind die Satelliten kurz nach der Trennung von der Trägerrakete mit einem Teil der Trennvorrichtung zusammengestoßen und dabei zerstört worden.

Die dezidierte Lösung soll jetzt mehr Flexibilität und Sicherheit verschaffen. Außerdem sollen Kosten gespart werden.

Während Vector Space Systems bereits Aufträge bekommt, baut man in Tucson, Arizona an einer großen Produktionshalle. Hier soll die Produktionskapazität so weit ausgebaut werden das Vector Space System ihre Vector-R Rakete in einer hohen Frequenz starten kann.

New Glenn Rakete von Blue Origin soll 2020 starten

Blue Origin arbeitet nicht nur an einen Suborbitalen Raumfahrtsystem wofür vor kurzen erstmals die Finale Kapsel getestet wurde, hier könnt ihr darüber mehr lesen, sondern auch an einen größeren Orbitalen Träger ihrer sogenannten New Glenn Rakete. Diese Rakete ist wie die Falcon 9 von SpaceX teilweise Wiederverwendbar. Dabei soll ihre Erststufe immer auf einen Schiff landen, welches zur Stabilisierung dabei fahren soll. SpaceX hat bei ihrer Falcon 9 die Möglichkeit, wenn nicht der komplette Treibstoff für den Start verbraucht wird, zum Startplatz Zurückzufliegen, und dort auf einem Landeplatz zu Landen. Blue Origin will die New Glenn Rakete ab 2020 einsetzen. Bei einem Start sollen bis zu 45000 kg in einen niedrigen Orbit gebracht werden können. Damit wird nur noch die Falcon Heavy von SpaceX eine höhere Nutzlast auf den kommerziellen Markt anbieten.

Bue Origin New Glenn Rakete

Bue Origin New Glenn Rakete           Quelle: Blue Origin

Dafür hat Blue Origin vor kurzen ein großes Fabrikgebäude auf Merritt Island gebaut. Hier sollen die zweiten und dritten Stufen von der New Glenn Rakete in höherer Stückzahl gebaut werden. Die ersten Stufen sollen nach jedem Start wieder Landen und dann jeweils 100 Mal eingesetzt werden können. In der jetzt fertiggestellten Fabrik sollen 4 Erststufen gelagert werden können. Das ermöglicht eine kleine Sicherheitsreserve, sollte es bei den ersten Landungen zu Ausfällen kommen.

Dieses Modell ähnelt dem von SpaceX sehr stark, hat aber auch seine eigenen Akzente, zB. landet SpaceX immer wenn es geht an Land und will das in Zukunft mit noch größeren Trägern nur noch machen, Blue Origin will immer auf einen Schiff landen.

Blue Origin fliegt neue Crew Kapsel

Blue Origin hat jetzt einen Flug ihrer neuen Crew Kapsel durchgeführt. Mit dieser Kapsel will Blue Origin ihre Raumkapsel und den Booster, der nach jeden Start wieder landet final Testen. Diese Kapsel enthält die größten Fenster, die jemals in den Weltraum geflogen sind. Damit will man die Fähigkeit erlangen bemannte Suborbitale Raumflüge durchzuführen. Vor den Start wurde das Triebwerk für einige Sekunden getestet. Danach stieg die Kapsel knapp über 100 km Höhe und landete dann wieder mit seinem Fallschirmen. Der Booster landete auf seinen Triebwerk, wobei er vor der Landung in einen Schwebeflug ging.

 

Bis Menschen mit so einer Kapsel in den Weltraum fliegen, wird Blue Origin noch einige Tests durchführen. Dabei hat Jeff Bezos gute Chancen als erstes Menschen gegen Bezahlung Suborbital in den Weltraum zu schicken. Jahrelang galt Virgin Galactic in diesem Bereich der privaten Raumfahrt als führend, jedoch sieht es nicht mehr danach aus, das hier bald überhaupt etwas in den Weltraum startet.

SpaceX repariert Startplatz SLC-40 und investiert

SpaceX ist gerade dabei den Betrieb am Startplatz SLC-40 in Cape Caneveral wieder aufzunehmen, nachdem der Startplatz vor über einem Jahr bei einer Explosion stark beschädigt wurde. Morgen will SpaceX hier CRS-13 starten.

Dieser Start wird gleich mehrere Primären bereithalten. Zum ersten Mal startet SpaceX eine “flugerprobte” Falcon 9 Erststufe für die NASA. Der Startplatz wurde komplett erneuert und wird zum ersten Mal heiß getestet.

Der neue Startplatz in den SpaceX 50 Millionen US-Dollar gesteckt hat soll außerdem kürzere Pausen zwischen den Starts ermöglichen. So soll es möglich sein ein Start pro Woche durchzuführen. Mit diesem Startplatz will SpaceX seine Startrate 2018 weiter stark steigern. Damit will SpaceX die Kosten pro Start weiter senken und seinen Marktanteil weiter ausbauen.

Blue Origin Suborbitale bemannte Raumfahrt könnte bald Starten

Blue Origin ist dabei die New Shepard Rakete weiterzuentwickeln um damit bald auch Menschen zumindest kurz in den Weltraum zu schicken. Dabei besteht die Rakete aus einer Stufe und einer aufgesetzten Kapsel. Die Raketenstufe landet nach ihrem Einsatz wieder auf ihrem Triebwerk, während die Raumkapsel mit den Passagieren am Fallschirm landen wird.

Wie ist der Entwicklungsstand?

Derzeit bereit Blue Origin die Dritte Kapsel für den Flug vor. Der erste Flug dieser Kapsel soll noch die Woche stattfinden. Hiermit sollen noch keine Menschen in den Weltraum fliegen, sie soll lediglich für Testflüge verwendet werden. Nach diesen Testflügen soll es dann aber losgehen. Die nachfolgende Kapsel soll dann bemannt eingesetzt werden.

Was wird ein Flug in das Weltall kosten?

Was ein Suborbitaler Flug mit Blue Origin kosten wird ist derzeit noch nicht bekannt. Der Preis könnte jedoch geringer sein, als beim Konkurenten Virgin Galactic mit 250.000 US-Dollar. Diese benutzen ein sogenanntes Spaceship um in den Weltraum zu fliegen, welches von einen Flugzeug aus startet. Die Systeme von Blue Origin mit einer klassischen Rakete wirken Einfacher und Günstiger. Bis wir einen genaueren Preis gesagt bekommen, werden wir uns aber noch gedulden Müssen, da er erst nach abschluss der Testflüge bekanntgegeben werden soll.

Elon Musk twittert Falcon Havy startet Tesla

Elon Musk, der CEO von SpaceX und CEO von Tesla hat auf Twitter bekanntgegeben, dass beim Erststart der Falcon Heavy ein Tesla Roadster gestartet werden soll. Der rote Tesla Roadster soll in einen Marsorbit gebracht werden.

Welchen Sinn könnte so etwas haben?

Der Tesla Roadster ist erst vor kurzem von Tesla enthüllt worden. Hier könnte für Tesla also die Werbewirkung im Vordergrund stehen.

Bei SpaceX geht man davon aus, dass der erste Start ein erhöhtes Risiko darstellt und die Wahrscheinlichkeit einer Explosion nicht klein ist. Deshalb kann SpaceX bei diesem Start keinen teuren Satelliten eines Kunden Starten.

SpaceX ist bereits für seine Pläne einer bemannten Mars Mission bekannt und könnte hier beweisen, dass man in der Lage ist eine Nutzlast bis zum Mars zu bringen, wenn auch nur bis in einer Umlaufbahn.

Kurz Zusammengefasst bringt eine solche Aktion eine Steigerung der Bekanntheit für Tesla und SpaceX, sogar unabhängig vom Erfolg der Mission, und erlaubt SpaceX Erfahrungen zu sammeln im Interplanetarischen Reisen.