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Private japanische Rakete Momo stürzte heute ab

Der erste Start einer privaten japanischen Rakete ist gescheitert.

Der Start der vom Startup Interstellar Technologies Inc. gebauten Rakete Momo schlug fehl. 80 Sekunden nach dem Start von Hokkaido brach die Kommunikation des Triebwerks mit der Rakete ab. Die Rakete Momo erreichte eine Flughöhe von 30 bis 40 Kilometer. Danach stürzte sie etwa 8 Kilometer vor der Küste ins Meer. Beim heutigen ersten Teststart war keine Nutzlast auf der Rakete montiert.

Japanische Rakete Momo kurz nach dem Abheben

Japanische Rakete Momo kurz nach dem Start Quelle: (Masanori Takei/Kyodo News via AP)

Die Rakete Momo ist mit 50 cm im Durchmesser und 10 Meter Höhe eine kleine Rakete, die hier einen Suborbitalen Teststart durchführen sollte und dabei eine Höhe von über 100 km erreichen sollte. Diese Höhe sollte nach 6 Minuten und 40 Sekunden erreicht werden. Diese Rakete könnte in Zukunft bei einem solchen Flug einer wissenschaftlichen Nutzlast die maximal 20 kg schwer sein darf bis zu 4 Minuten Schwerelosigkeit ermöglichen.

Der Gründer von Interstellar Technologies Inc. sagte, er glaubt die heute gewonnen Daten werden nützlich sein.

Irgendwann will das junge japanische Unternehmen auch Menschen in den Weltraum befördern, aber man plant zunächst kleine Satelliten in einen Erdorbit zu starten. Dabei will man die Kosten der derzeit verfügbaren Träger deutlich unterbieten.

Elon Musk kündigt ersten Falcon Heavy Start im September an

Die erste Falcon Heavy Rakete startet im November

Falcon Havy wird die Rakete für die schwersten Satelitten

Falcon Havy wird die Rakete für die schwersten Satelitten Quelle: SpaceX

Elon Musk hat auf Instagram seinen Followern mitgeteilt das die Falcon Heavy im September ihren Erstflug haben soll. Vorher hat er bereits verlautet, dass der erste Start höchstens als Teststart verstanden werden soll, da die Falcon Heavy als ganzes nicht am Boden getestet werden konnte.

Die Falcon Heavy wird die größte Rakete

Wenn die Falcon Heavy erstmals startet wird sie die größte aktive Rakete Weltweit. Die zweitgrößte Rakete, die Delta 4 Heavy wird um mehr als das doppelte übertroffen. Geschichtlich wird nach ihrer Nutzlast die Nummer 3 sein. Vor ihr liegen nur die amerikanische Saturn 5 Rakete, sowie die Russische Mondrakete N1.

Falcon Heavy und der Mars

Die Falcon Heavy wird auch ein wichtiger Baustein in den Mars Plänen von SpaceX. Dafür soll sie eine modifizierte Dragon Kapsel zum Mars schießen.

Falcon Heavy ist der nächste Schritt in der Wiederverwendung

Durch die sehr große Nutzlast der Rakete werden neue Schritte in der Wiederverwendung möglich. Dies wird die Rückführung von ersten Stufen auch bei sehr großen Satelliten möglich machen. Probeweise wird man aber auch an der Rückführung der zweiten Stufe arbeiten können. Dadurch rückt der Traum von SpaceX, durch vollständig wiederverwendete Raketen massive Kosteneinsparungen zu erzielen wieder ein Stück näher an die Realität

Intelsat 35e auf Falcon 9 Rakete gestartet

Der Satellit Intelsat 35e, wurde am 6. Juli 2017 um 01:36 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit auf einer Falcon 9 Rakete gestartet. Dabei wurde die Rakete vom SLC-39A auf dem Kennedy Space Center in Florida gestartet. Aufgrund des hohen Gewichts des Satelliten wurde auf eine Landung der ersten Raketenstufe verzichtet.

Intelsat35 kurz nach dem Start

Falcon 9 Start mit Intelsat35 kurz nach dem Start. Quelle: SpaceX Flickr

Intelsat 35e ist ein dreiachsenstabilisierter Satellit, der mit Ku und C Band Transpondern ausgestattet ist. Damit soll er Telekommunikationsdienstleistungen von Europa über Afrika, bis in dem karibischen Raum bereitstellen.

SpaceX startet Bulgariasat-1 und Iridium in nur 50 Stunden

SpaceX hat am 23.06.2017 um 21:10 Uhr den Satelliten Bulgariasat-1 mit einer ihrer Falcon 9 Raketen vom Launchpad LC 39-A gestartet. Dies ist der erste im bulgarischen Auftrag gestartete Satellit. Gebaut wurde er von SSL in Paolo Alto (Kalifornien, USA)

Falcon 9 Rakete beim Start mit Bulgariasat 1 Quelle: <a href=

Falcon 9 Rakete beim Start mit Bulgariasat 1 Quelle: SpaceX Flickr

Bei diesem Start wurde eine wiederverwendete erste Stufe der Falcon 9 eingesetzt. Die erste Stufe hatte vorher bei der Mission CRS-8 eine Dragon Kapsel führ die NASA in den Weltraum befördert.

Etwa 50 Stunden nach dem Start erfolgte ein weiterer Start einer Falcon 9 Rakete. Diese startete jedoch von Vandenberg, in Kalifornien aus in den Weltraum. Dabei wurden 10 Satelliten der neusten Generation in den Erdorbit gebracht. Diese sind Bestandteil eines neuem Kommunikations Netztwerks, das aus Insgesamt 81 Satelliten bestehen soll.

SpaceX startet Dragon auf Falcon 9

SpaceX hat heute die Erste, zum Teil wiederverwendete Raumkapsel Dragon CRS-11, auf einer Falcon 9 gestartet. Nach dem Start konnte die erste Stufe wieder zurückfliegen und in Cape Canevaral auf dem Landepad LZ-1 landen.

Das Bild zeigt die erste Stufe kurz vor der Landung auf dem LZ-1
Quelle: SpaceX Twitter

Der Start heute war der 100. Start vom Startplatz 39-A

Das Landepad wird derzeit für die Falcon havey mit einem zweitem Landpad ausgebaut. Die Dragon Kapsel beinhaltet teile der bereits geflogenen Dragon Kapsel bei der CRS-4 Mission. Wiederverwendet werden Teile der Druckhülle und die Manövriertriebwerke.

Teil der Nutzlast ist ein Instrument zur Beobachtung von Neutronen Sternen. Besonders Beobachten wird man Pulsare. Neutronensterne gehören nach dem Schwarzen Löchern zu den dichtesten Objekten im Kosmos. Ein Neutronenstern ist etwa 1,5 mal schwerer, wie unsere Sonne, aber hat nur einen Durchmesser von 15 km.

Mit diesem Start beginnt die Mission CRS-11. Die Dragon Kapsel wird an der internationalen Raumstation (ISS) andocken und diese mit Versorgungsgütern beliefern. Die Gesamtmasse der Nutzlast liegt bei 3310 kg davon stehen 1737 kg unter Druck im Inneren der Kapsel, die restlichen 1573 kg befinden sich im sogenannten Trunk. Diese Experimente werden auf der ISS mit dem Roboterarm entnommen und am Zielort, außen an der ISS platziert. Zusätzlich werden noch einige wissenschaftliche Experimente auf die ISS gebracht. Beim Rückflug kann die Dragon Kapsel dann verschiedenste Experimente wieder mitnehmen, die Später auf der Erde untersucht werden können. Hierzu gehören zum Beispiel Blutproben von den Astronauten an Board der ISS.

Electron Rakete erster Teststart erfolgt

Heute am 25. Mai 2017 hat Rocket Lab aus Neuseeland zum ersten Mal die Electron Rakete von ihrem privaten Startplatz, von der Mahia Halbinsel, auf der Südinsel Neuseelands in den Weltraum geschickt. Ein Orbit wurde jedoch nicht erreicht. Die Electron Rakete, ist mit 150 kg Nutzlast die kleinste Rakete, die am kommerziellen Trägermarkt derzeit verfügbar ist. Noch kleinere Raketen sind zwar geplant, existieren derzeit aber nur auf dem Papier.

Electron Rakete mit CEO Peter Beck

Electron Rakete mit CEO Peter Beck Quelle: Rocket Lab. Ltd.

Der heutige Teststart, trug noch keine Nutzlast in den Weltraum. Passend dazu verwendete Rocket Lab auf Twitter wo “live” gepostet wurde den Hashtag #Itsatest.

Die Electron Rakete startete, warf die erste Stufe ab und zündete kurz darauf die zweite Stufe. Danach wurde noch die Nutzlastverkleidung abgetrennt. Nachdem eine Höhe von 224 km erreicht wurde ging die Kommunikation mit der Rakete verloren. Dieses Kommunikationsproblem sorgte dafür, dass die Electron Rakete sich aus Sicherheitsgründen selbst zerstörte.

SpaceX startet auf Falcon 9 NROL-76

SpaceX hat heute um 13:15 Uhr MESZ (Mitteleuropäische Sommerzeit) den Satelliten NROL-76 auf einer Falcon 9 gestartet. Der Satellit sowie sein Orbit sind geheim. Wahrscheinlich jedoch handelt es sich um einen Satelliten zur Aufklärung. Der Livestream zeigte bei diesem Start lediglich die erste Stufe vom Start bis zur Landung, die auf der Landig zone one in Cape Caneveral erfolgte. Dabei wurde während des kompletten Fluges die Geschwindigkeit und Flughöhe angezeigt. Die erste Stufe soll bei einem der zukünftigen Starts in diesem Jahr Wiederverwendet werden. Den Livestream von SpaceX gibt es hier:

Vector Space Systems will in den Weltraum

Vector Space Systems ist ein junges amerikanisches Raumfahrt Startup. Gegründent wurde es von Jim Cantrell 2016. Vector Space Systems hat seine Verwaltung in Tucson, Arizona. Im July 2016 übernahm die Firma Garvey Spacecraft. Danach begann die Entwicklung einer sehr kleinen Rakete.

Vector R (Rapid) Rakete und Prototyp

Vector R (Rapid) Rakete und Prototyp Quelle Vector Space Systems

Die Vector R (Rapid) soll lediglich 66 kg in eine Erdumlaufbahn bringen können und währe damit die kleinste Orbitale Rakete Weltweit. Daneben ist auch noch eine Vector H (Heavy) geplant. Diese soll 160 kg in die Erdumlaufbahn befördern. Der erste Kunde ist Iceye aus Finnland. Neben den Raketen baut Vector Space Systems auch noch kleinere Satelliten. Diese werden teilweise im 3D-Druck Verfahren hergestellt.

Ein größenvergleich einiger orbitaler Trägerraketen

Vector R und Vector H im Vergleich mit anderen Raketen Quelle Vector spaces ystems

Vector Space Systems sieht sich als Beginn einer neuen “Milliarden Dollar Industrie” im Kleinsatelliten Segment. So plant man in Zukunft 100 Starts im Jahr durchzuführen mit den kleinen Raketen. Tatsächlich ist man nicht allein im Markt der sogenannten Microlauncher. Planet Lab plant in kürze mit der Electron Rakete genau in diesem Markt auch einzutreten.

Cygnus OA-7 auf Atlas 5 in 3D gestartet

Der Cygnus Raumfrachter OA-7 ist heute mit Fracht für die ISS gestartet. Dabei wurde zum ersten Mal in der Raumfahrt ein Raketenstart live in 3D übertragen.

Die Cygnus Kapsel befördert 3000 Kg Versorgungsgüter und Wissentschaftliche Experimente zu ISS. Darunter befinden sich auch 38 Cube Sats von denen 4 direkt von der Cygnus Kapsel getrennt werden. Die Restlichen 34 werden mit zur ISS gebracht und dann von der ISS au ausgesetzt. Mehr zu Nutzlast können sie hier auf Englisch lesen.

Dies wahr der letzte Start einer Cygnus Kapsel auf einer Atlas 5. Die Nächsten werden wieder auf einer Antares Rakete starten. Seit dem letzten gescheiterten Start einer Antares Rakete hat Orbital ATK große Änderungen vorgenommen. Die Triebwerke wurden durch neuere  ersetzt.

SpaceX spart richtig und plant weiter für die Zukunft

Nach dem SpaceX vor einigen Tagen zum ersten Mal überhaubt, die erste Stufe einer Falcon 9 Rakete wiederverwendet hat, wobei über die Hälfte der Kosten eingespart werden konnten im Vergleich zu einer neu gebauten Stufe, sagte SpaceX President Gwynne Shotwell auf dem 33. Space Symposium in Colorado Springs. Jetzt plant SpaceX weitere Schritte um die Kosten in Zukunft weiter zu senken. So teilte Elon Musk mit, dass SpaceX demnächst den Turnaround zwischen dem Landen einer ersten Stufe, und dem erneuten Flug auf unter 24 Stunden verkürzen will. Dies würde es erlauben öfter zu Starten. Gleichzeitig würden dabei automatisch Kosten, die nicht einen einzelnen Start zuortbar sind pro Start zu senken. Hier drunter fallen zum Beispiel Mitarbeiter, Immobilien und Verwaltungskosten.

Desweiteren bereitet SpaceX den ersten Einsatz der Falcon Heavy vor. Bei ihren ersten Flug sollen auch gebrauchte Stufen eingesetzt werden. Diese Stufe die zu einem Falcon Heavy Booster umgebaut wurde flog bereits beim Start von Thaicom-8 in den Weltraum.

Die Thaicom-8 Erststufe wird als Falcon Heavy Booster wiederverwendet

Die Thaicom-8 Erststufe wird als Falcon Heavy Booster wiederverwendet Quelle: Gary Blair

Auch arbeitet SpaceX daran die Falcon 9 weiter zu entwickeln um sie in Zukunft leichter und schneller Wiederverwenden zu können. Dabei soll sie statt 2-3 Mal bei der jetztigen Version dann 5-10 Mal ins Weltall fliegen können. Diese Version, die Block 5 genannt wird soll die Finale Version der Falcon 9 werden. Auch sollen deutlich weniger Inspektionen erforderlich sein als an der aktuellen Stufe

Dann soll nicht nur die erste Stufe wiederverwendet werden, sondern auch die Nutzlastverkleidung. Diese wird nach ihrem Einsatz, wenn die Rakete die Atmosphäre verlassen hat, pneumatisch abgetrennt und tritt dann mit kleinen Steuerdüsen gesteuert in die Erdatmosphäre ein. Sobald die Verbleibende Geschwindigkeit gering genug ist, werden steuerbare Fallschirme ausgestoßen, und landen die Nutzlastverkleidung gezielt auf einem schwimmenden Luftkissen, welches bei SpaceX Hüpfburg genannt wird.