Raptor Raketentriebwerk für den Flug zum Mars

Raptor, so heißt das neue Raketentriebwerk von SpaceX das die große Marsrakete antreiben soll. Dabei soll das Triebwerk einen Schub von 1700 kN auf Meereshöhe und 1900 kN im Vakuum liefern. Zum Vergleich, das Merlin Triebwerk, welches in der Falcon 9 eingesetzt wird, kann maximal 756 kN Bodenschub bereitstellen.

Raptor beim Tersten test est

Raptor Raketentriebwer beim Test Quelle: Elon Musk, Twitter

Das Raptor Triebwerk wurde bereits mehrfach im Stennis Space Center in Hancock County, Mississippi, getestet. Dabei lief es bereits 100 Sekunden lang. Bereits seit Mai 2014 werden Komponenten für das Triebwerk getestet. Bei der geplanten Marslandung wird es etwa 40 Sekunden zum Einsatz kommen.

Außerdem will SpaceX in der neuen Startstufe nicht, wie bei der Falcon 9 Triebwerke, sondern 31 Raptor Triebwerke einsetzen. Damit hat die geplante Rakete einen Startschub, der knapp 8 mal so groß ist wie bei der Falcon 9. Dies ermöglicht den Transport deutlich größerer Nutzlasten in den Orbit, und zum Mars.

Das neue Raptor Triebwerk kann jedoch noch mehr. Es ist nicht nur stärker als das Merlin, sondern auch effizienter und sauberer. Durch die Nutzung von Methan anstatt Kerosin, verlässt der Treibstoff das Triebwerk mit einer größeren Geschwindigkeit. Dadurch wird dass Raketentriebwerk effizienter.

Außerdem ist die Verbrennung von Methan im modernen Raptor Triebwerk sauberer, da fast kein Ruß entsteht. Ablagerungen von Ruß sind ein großes Problem bei der Wiederverwendung in der Raumfahrt und sorgt dafür, dass die Falcon 9 lediglich 5 mal wiederverwendet werden kann. SpaceX setzt hier darauf das Triebwerk hunderte bis tausende Male einsetzbar ist. Dies ist eine der wichtigsten Eigenschaften wenn SpaceX die Rakete in Zukunft hunderte male, ohne große Wartungsarbeiten, wiederverwenden will.

Ein weiterer Vorteil des Treibstoffes Methan ist, dass dieser auch auf dem Mars gewonnen werden kann. Hierzu wird lediglich Co² aus der Atmosphäre und Wasser gebraucht. Dann könnte SpaceX ihn auf dem Mars durch den Sabatier Prozess herstellen. Dieses Verfahren wird bereits auf der Erde in größeren Maßstab angewandt und ist gut bekannt. Eine Anwendung auf dem Mars benötigt nur entsprechend große Mengen Wasser. Die Wassergewinnung auf dem Mars wäre höchstwahrscheinlich möglich ist jedoch nie getestet worden.

Funktionsprinzip der Methanisierung mit Elektrolyse

Funktionsprinzip der Methanisierung Quelle: wikimedia

Durch eine lokale Herstellung des Treibstoffs, für das Raptor Triebwerk, brauch für den Rückflug kein Treibstoff mitgebracht werden. Dadurch wird das ganze System, wovon das Raptor Triebwerk nur ein Teil ist deutlich effizienter und kostengünstiger.

SpaceX plant Start geheimer Nutzlast ZUMA auf Falcon 9

SpaceX plant den Start einer Falcon 9 Rakete am 10. November 2017, wie jetzt aus einen Antrag an die Behörden bekannt wurde. Dabei soll ein Satellit mit dem Codenamen ZUMA in einen Super Geotransfer Orbit gebracht werden. Dieser Orbit wird Verwendet wenn ein Satellit in den Geostationären Orbit soll. Dabei braucht der Satellit im Vergleich zum Start in dem Geotransfer Orbit weniger Treibstoff zum Abbau seiner Restinklination. So kann der Satellit seinen Zielorbit mit weniger Treibstoff und auch schneller erreichen. Schneller geht es vor allem wenn der Satellit nur mit einem relativ Schub schwachen Ionen Triebwerk ausgerüstet ist.

Falcon 9 im Hangar am Cape Caneveral

Eine Falcon 9 im Hangar von SpaceX Quelle: SpaceX

Über die Nutzlast ist bis jetzt nichts bekannt. Auch der Auftraggeber für SpaceX ist bisher nicht bekannt. Hinter dem Auftrag könnte eine US-Behörde stecken, oder auch ein Kommerzielles Unternehmen. Manche Vermuten sogar SpaceX selbst hinter der geheimnisvollen Nutzlast.

Eine gelandete Erststufe auf LZ-1

Eine gelandete Erststufe auf LZ-1 Quelle: SpaceX

Besonders bei diesem Start ist, dass es in einem Super Geotransfer Orbit geht, aber Rückflug und Landung der Erststufe zum Landeplatz LZ-1 in Cape Caneveral geplant sind. Dies ist für diesem Orbit ungewöhnlich und geht normalerweise nicht, da die Satelliten zu schwer sind. Das es hier doch geplant ist spricht für einen sehr leichten Satelliten.

Insgesamt spricht der Orbit, sowie das maximale Gewicht dieser Nutzlast dafür das es sich wohl um einen kleinen Satelliten handelt, der sich andere Satelliten im Geostationären Orbit annähert und diese dann aus der Nähe Untersuchen kann. Dabei könnten eigene Satelliten untersucht, aber auch Satelliten andere Länder ausspioniert werden.

PS: Mittlerweile ist bekannt das der Satellit von Northrop Grumman gebaut wurde und entgegen der ersten spekulationen in einen niedriegen Erdorbit gehen soll. Auftraggeber ist eine Regierungsbehörde.

SpaceX startet 10 weitere Satelliten für Iridium

SpaceX hat am 9. Oktober um 14:27 Mitteleuropäischer Zeit auf einer Falcon 9 von Vandenberg aus 10 weitere Satelliten für Iridium in einen niedriegen Erdorbit gebracht.

Satelliten Seperation Iridium 3 Quelle: SpaceX Webcast

Dies war der dritte Start von SpaceX für Iridium wo jeweils 10 Satelliten gestartet worden sind. Insgesamt soll SpaceX für Iridium 7 mal Starten um das Komplette moderne Satelliten Netzwerk aufzubauen.

Die dabei eingesetzten Satelliten haben eine 10 mal höhere Übertragungsleistung als die der älteren Generation wodurch Iridium in Zukunft mehr anbieten kann als reine Satellitentelefonie.

Die erste Stufe, der Falcon 9 Rakete landete nach dem Start wieder auf einer unbemannten Plattform vor der Küste von Kalifornien. Ein Rückflug zu einer Landeplattform an Land wie in Florida war nicht möglich, da in Vandenberg bis jetzt keine Genehmigung erteilt wurde.

SpaceX Internet Konstellation heißt Starlink

SpaceX Breitband Internet Konstellation heißt Starlink. SpaceX plant ein Satelliteninternet aus dem niedrigen Erdorbit. Dabei soll mit 4425 Satelliten eine hohe Datenrate und niedrige Latenz erreicht werden. Aufbauen will SpaceX das Satelliten Netzwerk von 2018 bis 2024. Bereits Ende dieses Jahres plant SpaceX den Start von 2 Testsatelliten.

SpaceX will mit dem Internet über Satellit einen weltweiten Zugang ins Internet anbieten. Dieser soll vielerorts, abseits der dicht besiedelten Regionen der Erde die günstigste und schnellste Möglichkeit sein ins Internet zu gehen. Durch den Start von in Serie gebauten Satelliten, auf teilweise Wiederverwendete Falcon 9 Raketen will SpaceX die kosten niedrig halten.

Eine gelandete Erststufe auf LZ-1 Quelle Spacex flikr

SpaceX ist jedoch nicht die einzige Firma die in Zukunft Internet über Satellit anbieten will. One Web will hierfür 720 Satelliten starten. Eine weitere Firma ist Leo Sat. Dieses Unternehmen plant den Start von 108 kleinen Satelliten in den niedrigen Erdorbit für eine weltweite Abdeckung ihrer Internet Konstellation.

SpaceX startet Falcon 9 mit X-37b

SpaceX hat am 7. September 2017 das erste mal eine Falcon 9 Rakete mit dem X-37b Raumschiff für die USAF gestartet. Der Start wird auch von der US Air Force als OTV-5 bezeichnet. OTV steht hier für Orbital Test Vehicle. Dies ist bereits der fünfte Start eines X-37b insgesamt. Die Vorherigen Starts wurden alle auf Atlas 5 Raketen durchgeführt.

künstlerische Darstellung X-37B

künstlerische Darstellung des X-37B

Das X-37b ist ein wiederverwendbares Raumschiff zum Testen für die US-Airforce. In der Vergangenheit wurde angeblich bereits ein Hall Triebwerk getestet. Gebaut wurden 2 Raumschiffe von Boeing. Welches Raumschiff hier jetzt eingesetzt wird ist nicht genau bekannt.

Nach dem Start landete die erste Stufe wieder auf dem Landepad LZ-1 in Cape Caneveral. Dieses befindet sich lediglich 13 km entfernt vom Startplatz 39-A von dem die Falcon 9 Rakete etwa 10 Minuten zuvor gestartet war.

SpaceX startet heute Formosat-5 für Taiwan auf Falcon 9 Rakete

SpaceX hat heute den Satelliten Formosat- 5 aus Taiwan gestartet. Der 475 kg schwere Satellit ist von der National Space Organization (NSPO) aus Taiwan. Bei diesem Start, der aus Vandenberg (Kalifornien) erfolgte, ging es in einen polaren Erdorbit. Dabei wird der Satellit die gesamte Erdoberfläche alle 12 Stunden überfliegen.

Da die Falcon 9 Rakete hier mit einer sehr geringen Nutzlast fliegt waren ursprünglich noch weitere Satelliten geplant. Diese wurden jedoch wegen der Verzögerung im letzten Jahr auf andere Raketen umgebucht.

Mit dem Formosat-5 Satelliten verfolgt Taiwan wichtige Ziele

  1. Die Entwicklung eines Satellitenbusses und die Etablierung optischer Instrumente aus Taiwan
  2. Die Verbesserung der Fernerkundung für Katastrophenschutz und in der Umweltüberwachung
  3. Die Kunden von Formosat-2 mit noch besseren Daten zu beliefern

Der Satellit hat neben den optischen Instrumenten auch noch ein Magnetfeldmesser und soll für die Marine Schifffahrt Datenübertragungsdienste anbieten.

Die erste Stufe, der Falcon 9 Rakete landete nach dem Start wieder auf einer unbemannten Plattform vor der Küste von Kalifornien. Ein Rückflug zu einer Landeplattform an Land wie in Florida war nicht möglich, da in Vandenberg bis jetzt keine Genehmigung erteilt wurde.

SpaceX hat heute Dragon CRS-12 auf Falcon 9 gestartet

Heute hat SpaceX eine Dragon Kapsel auf der Falcon 9 erfolgreich gestartet. Die Dragon Kapsel CRS-12 ist die letzte neue Dragon Kapsel der ersten Generation von SpaceX. In Zukunft wird SpaceX einige Kapseln wiederverwenden, ehe man dann nur noch die zweite Version der Dragon Kapsel einsetzen wird.

Nach dem Start landete die erste Stufe wieder erfolgreich auf der Seeplattform

der Start von CRS-5 in Cape Caneveral

der Start von CRS-5 Quelle SpaceX flickr

Der Flug CRS-12 ist der letzte aus dem ursprünglichen Auftrag. Bis jetzt hat die NASA bereits 8 weitere Flüge gebucht.

Die heute gestartete Dragon Kapsel wird 2349 kg Fracht in der Druckkapsel zur ISS befördern. In dem Drucklosen Bereich werden weitere 961 kg Fracht transportiert.

Bei ihrer Landung in etwa 4 Wochen kann die Kapsel bis zu 3500 kg an Fracht zurück zur Erdoberfläche befördern. Damit ist sie die einzige Möglichkeit größere mengen Fracht zur Erde zurückzubringen. Neben der Dragon Kapsel ist dazu nur die russische Sojus in sehr begrenzten Umfang (etwa 150 kg) in der Lage.

SES-11 wird auf gebrauchter Falcon 9 gestartet

SES-11 wird mit einer gebrauchten Erststufe auf der Falcon 9 Rakete in den Weltraum befördert. Nur sechs Monate nach dem Start von SES-10, dem ersten Start mit einer wiederverwendeten ersten Stufe soll auch der nächste Satellit von SES auf einer teilweise wiederverwendeten Falcon 9 Rakete gestartet werden. Dies wird der dritte Start einer Falcon 9 mit einer wiederverwendeten ersten Stufe überhaupt sein.

Falcon 9 Rakete beim Start mit Bulgariasat 1 Quelle: SpaceX flickre

Falcon 9 Rakete beim Start mit Bulgariasat 1 Quelle: SpaceX flickr

Der SES-11 Satellit ist ein hybrider Kommunikationssatellit, der TV und andere Telekommunikation Dienstleistungen anbieten wird. Dazu wird er zusammen mit Echostar betrieben. In diesem Zusammenhang wird er auch als Echostar 105 bezeichnet. Bestellt haben SES und Echostar den Satelliten bereits im September 2014. Damals war noch von einem Start Ende 2016  geplant. Jetzt soll es mit 9 Monaten Verspätung endlich losgehen.

Starten soll der Satellit frühstens am 27. September 2017. Dies klappt jedoch nur wenn es beim Start einer Atlas 5 mit einem geheimen Satelliten vom National Reconnaissance Office der am 25. September geplant ist nicht zu Verzögerungen kommt.

Vector Space Systems führt zweiten erfolgreichen Teststart durch

Vector Space Systems hat heute am 3. Oktober um 18:25 Uhr den zweiten Teststart durchgeführt. Diesmal gelang der Start, wie geplant. Dabei startete die Rakete vom Camden Spaceport in Geogia. Dies ist heute der erste Raketenstart vom Camden Spaceport seit 1965. Der Camden Spaceport in Geogia liegt nur etwa 300 km nördlich vom Kennedy Space Center in Florida wo SpaceX ihre Falcon Raketen starten.

Die Rakete erreichte etwa eine Flughöhe wie geplant von 3 km, nach dem beim letzten Teststart eine höhe von nur 1340 Metern erreicht worden war.

Vector 0.002 Nach dem Start

Vector 0.002 Nach dem Start Quelle: Vector Space Systems Twitter

Der Prototyp hatte nur 1 Triebwerk in der ersten Stufe, die Finale Version soll 3 Triebwerke nutzen. Außerdem war das Triebwerk starr eingebaut. Später werden die Triebwerke Schwenkbar ausgeführt sein, um darüber steuern zu können. Durch diese Vereinfachungen konnte jetzt schon die erste stufe in einer Rakete als ganzes getestet werden. Auch wurde ein Motorinjektor getestet, welcher im 3D Druckverfahren hergestellt worden war.

Bis die Vector-R aber kommerziell kleine Satelliten starten soll, soll sie 6 Teststarts durchführen.

Ab nächstem Jahr so hofft man will Vector Space Systems vom Camden Spaceport kommerzielle Sattelitenstarts durchführen und kleine Satelliten in die Erdumlaufbahn befördern. Dabei erwartet Vector auf einem großen, schnell wachsenden Markt zu treffen. Die Raketen von Vector sollen 2-3 Millionen Dollar pro Start kosten. Starts will man in einigen Jahren hundert pro Jahr Duchführen.

Der Markt führ die kleinen Satelliten gehört zu den am schnellsten wachsenden Segmenten in der Raumfahrt so berichtete Space Intel Report noch vor einigen Tagen das dieses Jahr 50 Micro Satelliten nicht starten können, da keine passende Rakete zur verfügung steht.

Vector Space Systems plant am 3. August den zweiten Teststart

Vector Space Systems hat bekanntgegeben, dass man am 3. August den zweiten Teststart durchführen will. Für die junge Firma aus Tucson, Arizona ist es bereits ihr zweiter Teststart. Der letzte Teststart mit einem Prototyp der Vector R Rakete ging noch schief. Diesmal hofft man den Weltraum, vom Camden Weltraumbahnhof in Georgia, aus erreichen zu können. Dazu wird Vector Space Systems einem neuen Prototyp mit der Versionsnummer 0.002 einsetzen. Wenn der Flug erfolgreich wird, will man anfangen Kleinstsatelliten mit einem maximalen Gewicht von 66 kg mit der Rakete zu starten. Oftmals werden die Satelliten genormte Cubesats sein. So ist der Start von mehrere Cubesats auf einmal möglich.

Vector R (Rapid) Rakete und Prototyp

Vector R (Rapid) Rakete und Prototyp Quelle Vector Space Systems

Camden Spaceport

Der Camden Spaceport hofft darauf, dass es jetzt die erste Rakete bis in den Weltraum schafft nachdem hier schon Firefly Aerospace und XCOR Aerospace aktiv waren, aber gescheitert sind. Vorher hat die NASA am Camden Spaceport Triebwerkstest durchgeführt. Nachdem Vector Space System aber in den letzten Monaten über 20 Millionen US-Dollar an Investoren Gelder eintreiben konnte, sollte es diesmal am Geld nicht Scheitern.