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New Glenn Rakete von Blue Origin soll 2020 starten

Blue Origin arbeitet nicht nur an einen Suborbitalen Raumfahrtsystem wofür vor kurzen erstmals die Finale Kapsel getestet wurde, hier könnt ihr darüber mehr lesen, sondern auch an einen größeren Orbitalen Träger ihrer sogenannten New Glenn Rakete. Diese Rakete ist wie die Falcon 9 von SpaceX teilweise Wiederverwendbar. Dabei soll ihre Erststufe immer auf einen Schiff landen, welches zur Stabilisierung dabei fahren soll. SpaceX hat bei ihrer Falcon 9 die Möglichkeit, wenn nicht der komplette Treibstoff für den Start verbraucht wird, zum Startplatz Zurückzufliegen, und dort auf einem Landeplatz zu Landen. Blue Origin will die New Glenn Rakete ab 2020 einsetzen. Bei einem Start sollen bis zu 45000 kg in einen niedrigen Orbit gebracht werden können. Damit wird nur noch die Falcon Heavy von SpaceX eine höhere Nutzlast auf den kommerziellen Markt anbieten.

Bue Origin New Glenn Rakete

Bue Origin New Glenn Rakete           Quelle: Blue Origin

Dafür hat Blue Origin vor kurzen ein großes Fabrikgebäude auf Merritt Island gebaut. Hier sollen die zweiten und dritten Stufen von der New Glenn Rakete in höherer Stückzahl gebaut werden. Die ersten Stufen sollen nach jedem Start wieder Landen und dann jeweils 100 Mal eingesetzt werden können. In der jetzt fertiggestellten Fabrik sollen 4 Erststufen gelagert werden können. Das ermöglicht eine kleine Sicherheitsreserve, sollte es bei den ersten Landungen zu Ausfällen kommen.

Dieses Modell ähnelt dem von SpaceX sehr stark, hat aber auch seine eigenen Akzente, zB. landet SpaceX immer wenn es geht an Land und will das in Zukunft mit noch größeren Trägern nur noch machen, Blue Origin will immer auf einen Schiff landen.

Blue Origin fliegt neue Crew Kapsel

Blue Origin hat jetzt einen Flug ihrer neuen Crew Kapsel durchgeführt. Mit dieser Kapsel will Blue Origin ihre Raumkapsel und den Booster, der nach jeden Start wieder landet final Testen. Diese Kapsel enthält die größten Fenster, die jemals in den Weltraum geflogen sind. Damit will man die Fähigkeit erlangen bemannte Suborbitale Raumflüge durchzuführen. Vor den Start wurde das Triebwerk für einige Sekunden getestet. Danach stieg die Kapsel knapp über 100 km Höhe und landete dann wieder mit seinem Fallschirmen. Der Booster landete auf seinen Triebwerk, wobei er vor der Landung in einen Schwebeflug ging.

 

Bis Menschen mit so einer Kapsel in den Weltraum fliegen, wird Blue Origin noch einige Tests durchführen. Dabei hat Jeff Bezos gute Chancen als erstes Menschen gegen Bezahlung Suborbital in den Weltraum zu schicken. Jahrelang galt Virgin Galactic in diesem Bereich der privaten Raumfahrt als führend, jedoch sieht es nicht mehr danach aus, das hier bald überhaupt etwas in den Weltraum startet.

SpaceX repariert Startplatz SLC-40 und investiert

SpaceX ist gerade dabei den Betrieb am Startplatz SLC-40 in Cape Caneveral wieder aufzunehmen, nachdem der Startplatz vor über einem Jahr bei einer Explosion stark beschädigt wurde. Morgen will SpaceX hier CRS-13 starten.

Dieser Start wird gleich mehrere Primären bereithalten. Zum ersten Mal startet SpaceX eine “flugerprobte” Falcon 9 Erststufe für die NASA. Der Startplatz wurde komplett erneuert und wird zum ersten Mal heiß getestet.

Der neue Startplatz in den SpaceX 50 Millionen US-Dollar gesteckt hat soll außerdem kürzere Pausen zwischen den Starts ermöglichen. So soll es möglich sein ein Start pro Woche durchzuführen. Mit diesem Startplatz will SpaceX seine Startrate 2018 weiter stark steigern. Damit will SpaceX die Kosten pro Start weiter senken und seinen Marktanteil weiter ausbauen.

Blue Origin Suborbitale bemannte Raumfahrt könnte bald Starten

Blue Origin ist dabei die New Shepard Rakete weiterzuentwickeln um damit bald auch Menschen zumindest kurz in den Weltraum zu schicken. Dabei besteht die Rakete aus einer Stufe und einer aufgesetzten Kapsel. Die Raketenstufe landet nach ihrem Einsatz wieder auf ihrem Triebwerk, während die Raumkapsel mit den Passagieren am Fallschirm landen wird.

Wie ist der Entwicklungsstand?

Derzeit bereit Blue Origin die Dritte Kapsel für den Flug vor. Der erste Flug dieser Kapsel soll noch die Woche stattfinden. Hiermit sollen noch keine Menschen in den Weltraum fliegen, sie soll lediglich für Testflüge verwendet werden. Nach diesen Testflügen soll es dann aber losgehen. Die nachfolgende Kapsel soll dann bemannt eingesetzt werden.

Was wird ein Flug in das Weltall kosten?

Was ein Suborbitaler Flug mit Blue Origin kosten wird ist derzeit noch nicht bekannt. Der Preis könnte jedoch geringer sein, als beim Konkurenten Virgin Galactic mit 250.000 US-Dollar. Diese benutzen ein sogenanntes Spaceship um in den Weltraum zu fliegen, welches von einen Flugzeug aus startet. Die Systeme von Blue Origin mit einer klassischen Rakete wirken Einfacher und Günstiger. Bis wir einen genaueren Preis gesagt bekommen, werden wir uns aber noch gedulden Müssen, da er erst nach abschluss der Testflüge bekanntgegeben werden soll.

Elon Musk twittert Falcon Havy startet Tesla

Elon Musk, der CEO von SpaceX und CEO von Tesla hat auf Twitter bekanntgegeben, dass beim Erststart der Falcon Heavy sein eigener roter Tesla Roadster gestartet werden soll. Der rote Tesla Roadster soll in einen Marsorbit gebracht werden.

Welchen Sinn könnte so etwas haben?

Der Tesla Roadster ist erst vor kurzem von Tesla enthüllt worden. Hier könnte für Tesla also die Werbewirkung im Vordergrund stehen.

Bei SpaceX geht man davon aus, dass der erste Start ein erhöhtes Risiko darstellt und die Wahrscheinlichkeit einer Explosion nicht klein ist. Deshalb kann SpaceX bei diesem Start keinen teuren Satelliten eines Kunden Starten.

SpaceX ist bereits für seine Pläne einer bemannten Mars Mission bekannt und könnte hier beweisen, dass man in der Lage ist eine Nutzlast bis zum Mars zu bringen, wenn auch nur bis in einer Umlaufbahn.

Kurz Zusammengefasst bringt eine solche Aktion eine Steigerung der Bekanntheit für Tesla und SpaceX, sogar unabhängig vom Erfolg der Mission, und erlaubt SpaceX Erfahrungen zu sammeln im Interplanetarischen Reisen.

SpaceX bereitet CRS-13 Mission auf SLC-40 vor

SpaceX bereitet derzeit den Start einer ihrer Dragon Frachtkapsel zur ISS vor. Diese soll im Rahmen der CRS-13 Mission auf einer Falcon 9 Rakete gestartet werden. Dabei soll, zum ersten mal seit über einen Jahr, wieder eine Rakete vom Startplatz SLC-40 abheben.

Dragon Kapse von SpaceX nach der Bergung          Quelle: SpaceX

Dieser Starplatz ist bei der Explosion einer Falcon 9, bei der Vorbereitung zum Start des Amos-6 Satelliten stark beschädigt worden. Daraufhin wich SpaceX auf den Startplatz 39-A aus. Am Startplatz 39-A bereitet SpaceX zur Zeit den Start der mysteriösen ZUMA Nutzlatst vor.

Nach dem Start von ZUMA wird der Startplatz 39-A für den Start der ersten Falcon Heavy vorbereitet, der ende Dezember erfolgen soll.

Künstlerische Darstellung der Falcon Heavy auf dem Startplatz

Künstlerische Darstellung der Falcon Heavy auf dem Startplatz Quelle: SpaceX

Wenn SLC 40 wieder einsatzbereit verfügt SpaceX über 2 Startplätze in Cape Caneveral. Dadurch will SpaceX die Startzahlen von 20 erwarteten Starts in 2017 auf 30 im nächsten Jahr erhöhen. Zusätzlich sollen auch deutlich mehr wiederverwendete Erststufen fliegen. Dadurch wird SpaceX 2018 weltweit der größte Anbieter von Raketenstarts.

SpaceX Marktanteil wächst und überflügelt Arianespace

SpaceX ist ein erfolgreiches privates Raumfahrtunternehmen. Dabei kann SpaceX bereits heute auf 44 Starts ihrer Falcon 9 Rakete zurückblicken. Dabei waren 42 Starts erfolgreich, 1 Start teilweise erfolgreich und ein Start schlug fehl. Bisher erreichte die Falcon 9 eine Erfolgsquote von über 95 Prozent, was in der Satellitenindustrie als gut gilt. Zusätzlich gilt die Falcon 9 als günstig. Die Folge dieser guten Statistik sind viele weitere Aufträge, die SpaceX erhält. Nach der Explosion der Falcon 9 mit Amos 6 2016 berichtete SpaceX von über 70 gebuchten Starts im Wert von über 10 Milliarden US-Dollar.

Die Falcon 9 Rakete ist im Satellitenmarkt erfolgreich

Die Falcon 9 Rakete ist im Satellitenmarkt erfolgreich Quelle:SpaceX

Dabei wird in Zukunft durch die Weiterentwicklung der Wiederverwendung noch Potential gesehen die Kosten weiter zu senken. Viele größere Startanbieter sehen also in einem Startauftrag an SpaceX auch eine Investition in die Zukunft ihres Geschäftes.

SpaceX wächst weiter Stark

Booster der Falcon Heavy beim Test

Booster der Falcon Heavy beim Test: Quelle SpaceX

2017 will SpaceX allein 20 Starts durchführen, 2018 sollen es schon 30 sein. Dabei wird die Falcon 9 den Großteil der Starts ausmachen, jedoch soll auch die Falcon Heavy erstmals Starten und 2018 in den kommerziellen Markt eingeführt werden.

SpaceX wird 2017 größter Marktteilnehmer

SpaceX wird 2017 größter Marktteilnehmer Quelle: NASA.gov

Der Marktanteil von SpaceX ist dabei stark zu wachsen, 2017 wird mit einem Marktanteil von 45%, wenn alles so klappt wie von der NASA erwartet, bereits Arianespace mit 40% leicht überragt, und SpaceX damit zum größten Start Dienstleister aufsteigen. 2018 wird SpaceX erwartungsgemäß einem Anteil von 60% erreichen und damit größter Marktteilnehmer sein.

SpaceX plant Erststart der Falcon Heavy am 29. Dezember 2017

SpaceX plant jetzt für den 29. Dezember mit den ersten Start ihrer Falcon Heavy Rakete. Die Falcon Heavy ist wie die Falcon 9 aufgebaut, doch verwendet sie zusätzlich noch zwei Booster, die weitgehend der ersten Stufe der Falcon 9 entsprechen. Dadurch wird sie beim Start 27 Merlin 1D Triebwerke einsetzen.

Die Falcon Heavy basiert auf der Falcon 9 Quelle: SpaceX

Die Falcon Heavy Rakete wird die stärkste aktive Rakete der Welt. Mit einer maximalen Nutzlast von 63.800 kg kann sie mehr als das doppelte, der Delta IV Heavy, transportieren.

Falcon Havey Vergleich der Nutzlast mit anderen Trägern

Falcon Havey Nutzlastvergleich Quelle: SpaceX

Erstmals angekündigt wurde die Falcon Heavy im April 2011. Damals war der erste Start für 2013 angekündigt worden. Durch eine ganze Reihe von Gründen, hat sich der Erststart bis jetzt auf Ende 2017, jedoch immer weiter verzögert.

In den vergangenen Wochen hat man erst die Halterungen für die Booster der Falcon Heavy Rakete installiert. Diese waren vorher bei den Starts der Falcon 9 von diesem Startplatz nicht benötigt worden.

Auch heute ist noch nicht alles für den Start vorbereitet. In den Nächsten Wochen noch vor dem Start von ZUMA sollen jetzt die Tankanschlüsse für die Booster an der Startanlage hinzugefügt werden. Die Datenleitungen sollen dann nach dem Start noch folgen.

Dann kann die Falcon Heavy dort getestet werden. Besonders beobachten wird SpaceX das Betanken und schließlich die Triebwerkszündung. Zum ersten Mal werden dann alle 27 Triebwerke gemeinsam laufen. Bis heute wurden die Stufen nur einzeln getestet.

Beim Erststart werden als Booster umgerüstete bereits geflogene Falcon 9 Erststufen verwendet. Außerdem sollen die Booster nach dem Flug zurückfliegen und auf einem Landepad wieder Landen. Für die zentrale erste Stufe wird eine Landung auf einer Seeplattform von SpaceX erwartet. Dadurch wird die Falcon Heavy auch bei der Wiederverwendung auf der Falcon 9 Rakete aufbauen.

SpaceX startet KoreaSat-5A auf Falcon 9

SpaceX hat gestern den Südkoreanischen Kommunikationssatelliten KoreaSat-5A auf einer Falcon 9 Raketen gestartet. Der 3500 kg schwere Satellit wird von der Südkoreanischen KT-Sat betrieben. Die Falcon 9 startete von LC-39A in Cape Caneveral. Gebaut wurde die Nutzlast bei Thales Alenia Space.

Raketenstart von KoreaSat 5a auf Falcon 9 Cape Caneveral

Start der Falcon 9 mit KoreaSat 5a von LC-39A in Cape Caneveral Quelle: SpaceX

Der Satellit soll den Satelliten KoreaSat-5 ablösen und dafür Kommunikationsdienstleistungen  im Asien und im Mittleren Osten anbieten.

Nach diesem Start landete die erste Stufe wieder auf einer unbemannten Plattform (Of Course I Still Love You) im Atlantischen Ozean. Dabei hat die erste Stufe nach der Landung gebrannt.

Die Erste Stufe kurz nach der Landung brennt noch an den Merlin Triebwerken

Die Erststufe nach der Landung Quelle: SpaceX Webcast

 

Bei diesem Start wollte SpaceX die Nutzlastverkleidung bergen. Dafür hat SpaceX ein neues Schiff eingesetzt. Was aus der Bergungsaktion geworden ist derzeit noch nicht bekannt.

SpaceX nächster Start wird die ZUMA Nutzlast sein. Der Start ist derzeit für den 16. November 2017 geplant. Über diese Nutzlast, die Lokheed Martin gebaut hatte, ist bis heute nicht viel bekannt. Möglicherweise handelt es sich um ein Auftrag der US-Regierung.

Wiederverwendung bei SpaceX wird normal

Immer mehr Kunden lassen ihre Satelliten von SpaceX auf teilweise wiederverwendeten Falcon 9 Raketen starten. Zuletzt hat Iridium angekündigt, das SpaceX, beim Start von Iridium 4 die erste Stufe der Falcon 9 wiederverwenden wird. Hierfür soll die erste Stufe eingesetzt werden, die schon beim Start von Iridium 2 genutzt wurde.

Auch die NASA will beim Start von CRS-13 auf eine gebrauchte Stufe zurückgreifen und prüft gerade ob dies möglich ist.

Dragon Kapsel CRS-10 nach der Bergung aus dem Ozean

Die Dragon Kapsel der NASA wird bereits mehrfach verwendet. Quelle: SpaceX flickr

Unternehmen wie SES, die bereits zwei Mal einen Satelliten auf einen wiederverwendeten Booster starten lassen, versprechen sich durch die Wiederverwendung deutlich geringere Preise. SES geht sogar davon aus das eine Halbierung der Startkosten auf 30 Millionen Dollar möglich ist.

Wenn alle noch für 2017 geplanten Starts durchgeführt werden inklusive dem Start der Falcon Heavy, die beim Jungfernflug zwei wiederverwendete Booster nutzen soll, könnten dieses Jahr 7 Erststufen der Falcon 9 ein zweites Mal in dem Weltraum fliegen. Dadurch würde SpaceX bereits einen Anteil von 30 Prozent bei den wiederverwendeten Erststufen erreichen.

Im Frühjahr 2018 will SpaceX auch die Nutzlastverkleidung wieder landen, und Wiederverwenden. Die Nutzlastverkleidung kostet etwa 5 Millionen Dollar die auf mehrere Flüge verteilt werden könnten.

Sollte diese Kostensenkung Realität werden könnte sich einiges in der privaten Raumfahrt verändern, immerhin sagte noch Michael Suffredini, CEO von Axiom Space das die Preise für Raumflüge in den Orbit, um dort private Raumstationen zu ermöglichen noch 50 % zu hoch seien.